Rente / 25.06.2018

Mehr häuslich Pflegende bekommen Rente

Im Jahr 2016 erwarben nach vorläufigen Daten rund 400.000 Angehörige oder Helfer Pflegebedürftiger einen Rentenanspruch.

Berlin (dpa). Immer mehr pflegende Angehörige bekommen für die Zeit der Pflege eine Rente. Nach einem Jahr Pflege erhöht sich dadurch die monatliche Rente um bis zu 30 Euro, wie ein Sprecher der Deutschen Rentenversicherung Bund am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin sagte. Die Zahl der Pflegenden mit dabei erworbenen Rentenanwartschaften dürfte durch die Anfang 2017 in Kraft getretene Pflegereform deutlich gestiegen sein.

Seither sind Pflegepersonen auf Kosten der Pflegekasse rentenversichert, wenn sie einen Pflegebedürftigen mit mindestens Pflegegrad 2 mindestens zehn Stunden wöchentlich daheim pflegen. Zuvor waren dies 14 Stunden bei unterm Strich weniger Pflegebedürftigen. Die Rentenversicherung bekam den Angaben zufolge von den Pflegekassen im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld. Die Beitragseinnahmen für Pflegepersonen stiegen von rund einer Milliarde im Jahr 2016 auf mehr als 1,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. "Es fließen nun erheblich mehr Beiträge aus der Pflegeversicherung in die gesetzliche Rentenversicherung und verbessern damit die Absicherung der Pflegenden", sagte der Sprecher.

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 Deutsche Presseagentur