Soziales / 23.07.2018

Mehr Haushaltshilfen werden angemeldet

Minijob-Zentrale: Immer mehr Haushalte melden ihre Hilfen an. Das hat viele Vorteile.

Bochum (dpa/mjj) In deutschen Haushalten arbeiten immer mehr offiziell angemeldete Haushaltshilfen. "Wir haben jedes Jahr einen leichten Zuwachs um einige Prozent. Der Trend geht weiter", sagte ein Sprecher der bundesweit zuständigen Minijob-Zentrale in Bochum.

Vor 14 Jahren seien es nur 90 000 gewesen, bis Ende März 2018 habe sich die Zahl auf 302 000 Menschen erhöht. Die abschließenden Zahlen für das erste Halbjahr liegen noch nicht vor.

Legal und unfallversichert

Die Anmeldung ist online, per Fax. Brief oder E-Mail im Rahmen des so genannten Haushaltsscheck-Verfahrens zeitsparend und einfach möglich. Haushalte, die erstmals einen Minijobber einstellen, erhalten eine Betriebsnummer. Die Minijob-Zentrale managt in der Folge den Datenaustausch mit den Sozialversicherungen und meldet die Minijobber auch bei der gesetzlichen Unfallversicherung an. Private Haushalte schaffen so legale Arbeitsverhältnisse und müssen dazu nur mit einer Institution Kontakt aufnehmen. Die Kosten für die Haushaltshilfe lassen sich teils von der Steuer absetzen.

Etwa drei Millionen Haushaltshilfen und damit die überwiegende Mehrheit arbeiteten allerdings weiter schwarz, sagte der Sprecher - ohne Unfall- oder Rentenversicherung und mit der Androhung von mehreren tausend Euro Strafe für den Arbeitgeber.

Die Gesamtzahl der Minijobber liegt bundesweit seit Jahren mit leichten Schwankungen knapp unter 7 Millionen. In Fabriken und im gewerblichen Bereich waren es Ende März 2018 praktisch konstant im Vorjahresvergleich 6,6 Millionen. Im Haushalt stieg die Zahl im selben Zeitraum von 299 000 auf 302 000.

Weitere Informationen

www.minijob-zentrale.de

Schritt-für-Schritt-Ratgeber der Minijob-Zentrale zur Anmeldung von Minijobbern im Privathaushalt

Autor

 Deutsche Presseagentur