Rente / 25.11.2019

Mehr Menschen nutzen Renten-Onlinedienste

Bundesregierung: Zahl der registrierten Nutzer stieg zwischen Ende 2011 und September 2019 von 4.000 auf über 94.000.

Bild zum Beitrag "Mehr Menschen nutzen Renten-Onlinedienste". Das Bild zeigt eine junge Frau, die im Wohnzimmer mit Laptop auf dem Boden sitzt.

Berlin (sth). Immer mehr rentenversicherte Beschäftigte und Selbstständige nutzen die Online-Dienste der Deutschen Rentenversicherung. Wie aus der jetzt veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervorgeht, stieg die Zahl der bei den gesetzlichen Rentenversicherern registrierten Nutzer zwischen Ende 2011 und September 2019 von 4.000 auf mehr als 94.000. Allein innerhalb der ersten neun Monate des Jahres 2019 kletterte die Zahl der Online-Dienstenutzer demnach von etwa 66.000 um mehr als 28.000.

Seit Oktober 2011 ermöglicht die Rentenversicherung die Nutzung ihrer Online-Dienste mithilfe eines Personalausweises, dessen Online-Ausweisfunktion freigeschaltet ist. Die Zahl der Ausweisinhaber mit aktivierter Online-Ausweisfunktion werde derzeit auf 32 Millionen geschätzt, heißt es in dem Regierungsschreiben. Dass die Online-Dienste der Rentenversicherung erst seit gut zwei Jahren verstärkt genutzt werden, dürfte vor allem daran liegen, dass erst seit Juli 2017 Personalausweise "stets mit bereits aktivierter Online-Ausweisfunktion ausgegeben" werden, wie es in der Regierungsantwort heißt.

Besonders stark gefragt ist laut dem Schreiben die Einsicht in das eigene Konto bei der Rentenversicherung. Dies sei "der am häufigsten mit der Online-Ausweisfunktion genutzte Online-Dienst in Deutschland". Der Blick auf die erworbenen Rentenansprüche sei, außer mit dem Personalausweis, seit März 2017 auch mit jedem Android-Smartphone möglich – seit September 2019 auch mit einem iPhone. "Diese Vereinfachung macht das Angebot der Deutschen Rentenversicherung einfacher nutzbar", schreibt die Bundesregierung. Die Online-Nutzung des Rentenkontos werde ihrer Ansicht nach daher "auch künftig zunehmen".

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http://dip21.bundestag.de

Antwort der Bundesregierung auf eine Nachfrage der AfD-Fraktion zur trägerübergreifenden Vorsorgeinformation (im pdf-Format)

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Autor

Stefan Thissen