Rente / 26.09.2017

Mehr Minijobber zahlen Rentenbeiträge

18,3 Prozent der 450-Euro-Jobber erwerben Ansprüche auf alle Leistungen der Rentenversicherung.

Essen/Bochum (sth). Mehr Minijobber als im Vorjahr haben in den ersten drei Monaten dieses Jahres eigene Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt. Wie aus dem kürzlich veröffentlichten Quartalsbericht der Minijob-Zentrale für die Monate Januar bis März 2017 hervorgeht, ließen im März genau 1.201.698 auf 450-Euro-Basis beschäftigte Arbeitnehmer Rentenbeiträge von ihrem Lohn abziehen, um Anspruch auf alle Leistungen der Rentenversicherung zu erwerben. Das waren 18,3 Prozent der knapp 6,58 Millionen Minijobber im gewerblichen Bereich. Im letzten Quartal 2016 lag der entsprechende Anteil noch bei 18,2 Prozent, im ersten Vierteljahr 2016 bei 17,9 Prozent.

Seit 2013 sind alle neuen Beschäftigten in Minijobs generell rentenversicherungspflichtig. Durch Widerspruch gegenüber ihrem Arbeitgeber können sie aber auf die Versicherungspflicht und die damit verbundenen Zusatzleistungen der Rentenversicherung verzichten. Dazu zählen neben einer geringfügig höheren Altersrente bei Bedarf – und nach entsprechender Versicherungszeit – ein Anspruch auf eine Reha-Leistung, im Notfall auf eine Erwerbsminderungsrente und auf die staatliche Förderung eines Riester-Vertrags.

Stabile Entwicklung bei Privathaushalten

Bei den Minijobbern in Privathaushalten blieb die Quote der rentenversicherungspflichtig Beschäftigten im Vorjahresvergleich mit gut 14,2 Prozent nahezu stabil. Ihre Zahl erhöhte sich aber wegen der gestiegenen Zahl angemeldeter Haushaltshilfen gegenüber dem Vorjahr von 41.735 auf derzeit 42.650. Wegen der – gegenüber dem gewerblichen Bereich – deutlich geringeren Zahl versicherungspflichtiger Minijobs flossen im ersten Quartal 2017 aus Privathaushalten "nur" 28,5 Millionen Euro an die Rentenversicherung, aus gewerblichen Minijobs kamen 950,2 Millionen Euro hinzu.

Ab diesem Jahr präsentiert sich der Quartalsbericht der Minijob-Zentrale in einem neuen, modernen Design. Der Bericht befasst sich jetzt mit diversen aktuellen Themen, die in jedem Quartalsbericht variieren können. Das neue Design hilft zudem mit Logos, die Zahlen des gewerblichen Bereichs und der Privathaushalte zu unterscheiden. Der aktuelle Stand der geringfügigen Beschäftigungen wird nun in einer übersichtlichen Tabellenform wiedergegeben. Wie gewohnt sind die Veränderungen zum Vorquartal und Vorjahr aufgezeigt. Pfeile helfen jetzt aber, die Entwicklungen und Trends auf einen Blick zu erkennen.

Mehr zum Thema:

www.minijob-zentrale.de

Link zum Quartalsbericht I/2017 der Minijob-Zentrale

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Autor

Stefan Thissen