Gesundheit / 14.08.2019

Mehr Mitsprache bei der Wahl der Reha

Wahlrecht bei Reha-Einrichtungen soll gestärkt werden – Patienten sollen bei Mehrkosten künftig entlastet werden

Bild zum Thema Mehr Mitsprache bei der Wahl der Reha: Ein älterer Patient sitzt in einem Sessel mit einem Infusionsschlauch, ein vor ihm stehender Arzt spricht mit ihm.

Berlin (dpa). Bei einer Rehabilitation soll es für Versicherte nach Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) leichter werden, sich eine bestimmte Einrichtung auszuwählen. Wollen sie in eine andere Einrichtung als von der Krankenkasse vorgesehen, sollen die Mehrkosten nur noch zur Hälfte zu übernehmen sein – und nicht mehr vollständig wie bisher. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den das Ministerium zur Abstimmung an Länder und Verbände verschickt hat.

„Reha vor Pflege“

Gestärkt werden soll außerdem der Grundsatz „Reha vor Pflege“. Dafür sollen ältere Menschen schneller und leichter an Reha-Maßnahmen kommen können. Wenn ein Arzt es verordnet, soll die Krankenkasse beim Antrag nicht mehr überprüfen, ob die Reha medizinisch erforderlich ist. Bei einer geriatrischen Rehabilitation soll zudem die bisherige Höchstdauer zur Regeldauer erklärt werden – nämlich 20 Tage bei ambulanter Behandlung und drei Wochen bei stationärer Behandlung.

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 Deutsche Presseagentur