Gesundheit / 15.08.2018

Mehr Reha und Prävention

Statistisches Bundesamt: 2017 wurden 19,5 Millionen Patienten durchschnittlich 7,3 Tage stationär im Krankenhaus behandelt

Bad Homburg (kjs/Destatis). Im Jahr 2017 wurden knapp 19,5 Millionen Patienten stationär im Krankenhaus behandelt. In Deutschland standen insgesamt 1.943 Krankenhäuser mit 497.200 Betten zur Verfügung. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 existierten noch 2.242 Krankenhäuser mit insgesamt rund 559.700 Betten. Das geht aus aktuellen Zahlen des statistischen Bundesamtes hervor.

In 2017 stand annähernd jedes zweite Krankenhausbett (48,0 Prozent) in einem Krankenhaus eines öffentlichen Trägers. Jedes dritte Bett (33,2 Prozent) befand sich in einer freigemeinnützigen Klinik. Der Anteil der Krankenhausbetten in Einrichtungen privater Träger betrug 18,8 Prozent. Die durchschnittliche Bettenauslastung lag bei 77,8 Prozent. Durchschnittlich 7,3 Tage betrug die Krankenhausverweildauer.

Kaum mehr Pflegekräfte im Krankenhaus

Versorgt wurden die Patienten von 328.500 Pflegevollkräften. Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 3.400 Pflegevollkräfte (plus 1 Prozent) mehr als im Jahr zuvor. Bei den Vollkräften handelt es sich um die auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten im Pflegedienst. Die Anzahl der Behandlungsfälle ging um 77.500 (minus 0,4 Prozent) zurück. Mehrfachzählungen einer Person sind möglich, wenn Patienten in 2017 mehrfach stationär behandelt wurden.

Rund 909.800 Vollkräfte waren in den Krankenhäusern tätig. Knapp 161.200 Vollkräfte gehörten zum ärztlichen Dienst und 748.600 zum nichtärztlichen Dienst, einschließlich der 328.500 Vollkräfte im Pflegedienst. Die Zahl der Vollkräfte nahm im Vergleich zum Vorjahr im ärztlichen Dienst um 3.000 (plus 1,9 Prozent) zu, im nichtärztlichen Dienst um knapp 26.300 (plus 3,6 Prozent).

Mehr Prävention und Reha

Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen Rund 2,0 Millionen Patienten wurden im Jahr 2017 stationär in einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung behandelt. Das waren 18.600 Behandlungsfälle mehr als im Vorjahr (plus 0,9 Prozent). In 1.143 Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen standen 163.900 Betten zur Verfügung. Anders als bei den Krankenhäusern sind bei den Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen private Träger die größten Anbieter, auf die fast zwei Drittel aller Betten entfielen (65,6 Prozent). Einrichtungen öffentlicher Träger verfügten über 18,7 Prozent der Betten. Den geringsten Anteil hatten freigemeinnützige Einrichtungen mit 15,7 Prozent des Bettenangebots.

83,8 Prozent Die durchschnittliche Bettenauslastung lag bei 83,8 Prozent. Der Aufenthalt in einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung dauerte im Durchschnitt 25 Tage. Rund 8.800 Vollkräfte im ärztlichen Dienst und 83.900 Vollkräfte im nichtärztlichen Dienst – darunter 21.300 Pflegevollkräfte – versorgten 2017 die vollstationären Patienten in den Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen.

Weitere Informationen

www.destatis.de

Internetseite des statistischen Bundesamtes

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Autor

Karl-Josef Steden