Soziales / 11.11.2019

Mehr wohnungslose Menschen in Deutschland

Die Zahl der Menschen ohne Wohnung ist im vergangenen Jahr schätzungsweise auf auf 678.000 gestiegen. Davon sind 8 Prozent Kinder.

Bild zum Thema Mehr wohnungslose Menschen in Deutschland: Mann streckt bettelnd die Hand aus und hält einen Plastikbecher mit Euromünzen in der anderen Hand.

Berlin (dpa). Die Zahl der Menschen ohne Wohnung ist in Deutschland nach einer Schätzung im vergangenen Jahr um gut vier Prozent auf 678.000 gestiegen. Davon lebten 2018 etwa 41.000 Menschen ohne jegliche Unterkunft auf der Straße. „Gegenüber dem Vorjahr 2017 bedeutet dies einen Anstieg bei der Jahresgesamtzahl um 4,2 Prozent“, sagte die Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe, Werena Rosenke, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Dabei sei die Zahl der wohnungslosen Menschen ohne Fluchthintergrund weniger stark gestiegen (plus 1,2 Prozent) als die der wohnungslosen anerkannten Geflüchteten (plus 5,9 Prozent). Laut Schätzung des Verbands lag die Zahl der wohnungslosen Kinder und Jugendlichen bei acht Prozent aller Wohnungslosen.

Zu wenig Sozialwohnungen

Als Hauptgründe für die steigende Zahl der Wohnungslosen nannte Rosenke das unzureichende Angebot an bezahlbarem Wohnraum, die Schrumpfung des Sozialwohnungsbestandes und die Verfestigung von Armut.

Autor

 Deutsche Presseagentur