Rente / 10.06.2021

Mehrheit will Rentenbeginn nicht an Lebenserwartung koppeln

Umfrage: 70 Prozent der Bevölkerung lehnen auch bei höherem Durchschnitts-Lebensalter ein steigendes Renteneintrittsalter ab.

Bild zum Beitrag "Mehrheit will Rentenbeginn nicht an Lebenserwartung koppeln". Das Bild zeigt eine Menschengruppe in einem Raum.

Berlin (dpa/sth). Das Renteneintrittsalter sollte nach Ansicht der meisten Deutschen nicht an die Lebenserwartung gekoppelt werden. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor, die sich explizit auf den Vorschlag bezog, die Rente mit 68 einzuführen. Demnach stimmten 70 Prozent der Deutschen nicht der Aussage zu, das Renteneintrittsalter solle an die Lebenserwartung gekoppelt werden. 20 Prozent der Befragten stimmten zu, 11 Prozent machten keine Angabe.

Männer sprachen sich deutlich häufiger für die Kopplung aus als Frauen (26 Prozent und 14 Prozent). Unterschiede ergaben sich auch je nach Parteipräferenz: Am häufigsten stimmten Anhänger der FDP der Aussage zu (50 Prozent), am seltensten Anhänger der Linken (10 Prozent). Zuletzt war wegen eines Gutachtens des wissenschaftlichen Beirats beim Bundeswirtschaftsministerium erneut eine Diskussion darüber entbrannt, ob das Renteneintrittsalter angehoben werden müsse. Experten hatten für die Zeit nach 2030 eine Anhebung des Rentenalters auf 68 Jahre vorgeschlagen. Derzeit gilt ein stufenweiser Anstieg des Eintrittsalters auf 67. 

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 Deutsche Presseagentur