Finanzen / 29.09.2020

Milliardenklagen: Allianz-Tochter weist Vorwürfe von US-Fonds zurück

Nach dramatischen Anlageverlusten sieht sich die Allianz-Tochter AGI mit einer Klagewelle konfrontiert. Die US-Börsenaufsicht ermittelt.

Börsenkurse an einem Hochhaus – Bildnachweis: shutterstock.com © crystal51

New York (dpa). Die Fondsgesellschaft Allianz Global Investors (AGI) hat Vorwürfe klagender US-Investoren zurückgewiesen, die Entschädigung für milliardenschwere Anlageverluste fordern. Die Anschuldigungen seien rechtlich und sachlich fehlerhaft, teilte AGI am Montag (Ortszeit) auf Nachfrage in New York mit. „Wir werden uns energisch verteidigen“, kündigte eine Unternehmenssprecherin an.

Klagewelle nach hohen Anlageverlusten

Die Allianz-Tochter ist mit mehreren Klagen von institutionellen Investoren konfrontiert, die sie für dramatische Verluste verantwortlich machen. Bereits im Juli hatte ein Pensionsfonds aus Arkansas Klage eingereicht, vergangene Woche schloss sich ein weiterer aus New York an. Auch Blue Cross Blue Shield, einer der großen US-Krankenversicherer, will AGI zur Rechenschaft ziehen.

Untersuchung der US-Börsenaufsicht läuft

AGI hält die Anschuldigungen indes für unbegründet. Die Verluste seien zwar enttäuschend, es handele sich bei den den Anlageprodukten jedoch um Hedgefonds und bei den Klägern um Profi-Investoren, denen die Risiken klar gewesen sein müssten. Allerdings untersucht auch die US-Börsenaufsicht SEC die Vorfälle, wie die Allianz bereits Anfang August im Kleingedruckten ihres Halbjahresberichts eingeräumt hatte.

Autor

 Deutsche Presseagentur