Rente / 22.12.2017

Minijobber: 18,3 Prozent zahlen Beiträge

1,2 Millionen gewerbliche Minijobber und 43.000 in Privathaushalten erwarben im 3. Quartal volle Ansprüche auf Renten-Leistungen.

Essen/Bochum (sth). 18,3 Prozent der knapp 6,7 Millionen Minijobber in Deutschland haben im dritten Quartal dieses Jahres eigene Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt. Wie aus dem jetzt veröffentlichten Quartalsbericht der Minijob-Zentrale für die Monate Juli bis September hervorgeht, ließen im September genau 1.220.874 auf 450-Euro-Basis Beschäftigte Rentenbeiträge von ihrem Lohn abziehen, um Anspruch auf alle Leistungen der Rentenversicherung zu erwerben. Im zweiten Quartal 2017 lag der entsprechende Anteil ebenfalls bei 18,3 Prozent.

Seit 2013 sind alle neuen Beschäftigten in Minijobs generell rentenversicherungspflichtig. Durch Widerspruch gegenüber ihrem Arbeitgeber können sie aber auf die Versicherungspflicht und die damit verbundenen Zusatzleistungen der Rentenversicherung verzichten. Dazu zählen neben einer geringfügig höheren Altersrente bei Bedarf – und nach entsprechender Versicherungszeit – ein Anspruch auf eine Reha-Leistung, im Notfall auf eine Erwerbsminderungsrente und auf die staatliche Förderung eines Riester-Vertrags. 

Zuwachs bei rentenpflichtigen Minijobbern in Privathaushalten

Bei den Minijobbern in Privathaushalten stieg die Quote der rentenversicherungspflichtig Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte auf knapp 14,4 Prozent an. Auch ihre Zahl erhöhte sich  wegen der weiter gestiegenen Zahl angemeldeter Haushaltshilfen von 42.095 im September 2016 auf 43.115. Insgesamt flossen aus gewerblichen Minijobs und denen in Privathaushalten im dritten Quartal rund 1,03 Milliarden Euro Beiträge an die Rentenversicherung – das waren laut Minijob-Zentrale 3,2 Prozent mehr als im zweiten Vierteljahr und 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Seit diesem Jahr präsentiert sich der Quartalsbericht der Minijob-Zentrale in einem veränderten Design. Der Bericht befasst sich jetzt mit diversen aktuellen Themen, die in jedem Quartalsbericht variieren können. Das neue Design hilft zudem mit Logos, die Zahlen des gewerblichen Bereichs und der Privathaushalte zu unterscheiden. Der aktuelle Stand der geringfügigen Beschäftigungen wird nun in einer übersichtlichen Tabellenform wiedergegeben. Pfeile helfen zudem, die Entwicklungen und Trends auf einen Blick zu erkennen. 

Mehr zum Thema:

www.minijob-zentrale.de

Link zum aktuellen Quartalsbericht der Minijob-Zentrale

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Autor

Stefan Thissen