Finanzen / 13.02.2018

Mit Bausparen Zinsanstieg abfedern

Finanztest: Mit Bausparverträgen können sich Sparer frühzeitig absichern. Bei kleineren Darlehen bietet Bausparen Vorteile gegenüber Bankkrediten.

Berlin (dpa/tmn). Bausparverträge sind als Geldanlage kaum geeignet. Denn angesichts des niedrigen Zinsniveaus zahlen die meisten Kassen nur noch Zinsen von 0,10 Prozent im Jahr. Damit holen Sparer nicht einmal die Abschlusskosten wieder rein, berichtet die Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 3/2018) der Stiftung Warentest. Auch die Zinssätze für das Darlehen von 1,95 Prozent bis 2,95 Prozent sind derzeit nicht die besten Angebote.

Bausparverträge lohnen zur Immobilienfinanzierung

Allerdings können sich Bausparverträge dennoch lohnen. Zwei Voraussetzungen müssen dafür aber erfüllt sein: Sparer setzen den Vertrag tatsächlich zur Immobilienfinanzierung ein und nicht als Sparvertrag. Und die Zinsen steigen in der Zukunft wieder. Denn dann wäre das Bauspardarlehen günstiger als ein Kredit von der Bank. Denn der vereinbarte Zinssatz ändert sich im Laufe der Jahre nicht.

Gut geeignet sind Bausparverträge aus Sicht von „Finanztest“ vor allem als Baustein einer künftigen Immobilienfinanzierung oder für Modernisierungsvorhaben. Denn Bausparkassen vergeben ihre Darlehen unabhängig von der Kreditsumme zu Einheitskonditionen. Vor allem bei kleineren Beträgen von unter 30.000 oder 50.000 Euro verlangten andere Geldinstitute häufig hohe Zinsaufschläge.

Bauspardarlehen meist ohne Grundschuld möglich

Darüber hinaus sei ein Bauspardarlehen bis zu 30.000 Euro meist auch ohne Grundschuld möglich. Sparer könnten dadurch Notar- und Grundbuchgebühren vermeiden. Außerdem sei es möglich, beliebig hohe Sondertilgungen zu leisten und das Darlehen so flexibler zurückzuzahlen.

Zulagen und Prämien können das Bausparen zusätzlich attraktiv machen. Die höchste Förderung bietet demnach ein Riester-Bausparvertrag für eine selbst genutzte Immobilie. Der Neubau, Kauf oder Umbau werde dabei jährlich mit bis zu 175 Euro Grundzulage und mit bis zu 300 Euro für jedes Kind gefördert.

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst