Rente / 08.05.2019

Mit Beispielen die Flexirente greifbar machen

Der SWR informiert zusammen mit der Deutschen Rentenversicherung über flexible Rentenmodelle. Viele Zuhörer wollen möglichst früh in Rente.

Mit Beispielen die Flexirente greifbar machen – eine Mitarbeiterin der Deutschen Rentenversicherung beantwortet beim SWR Rententag Hörerfragen am Telefon.

Stuttgart (mjj) Als erstes räumt Thomas Becker, Pressesprecher der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, im Interview mit SWR4-Moderatorin Stefanie Czaja mit einem Fehlglauben auf: "Die Flexirente ist keine eigene Rentenart. Die Flexirente ist ein Begriff unter dem verschiedene Modelle des flexiblen Übergangs in die Rente gebündelt werden."

Seit 2017 auf dem Markt hält sich der Zuspruch zu diesen Modellen in Grenzen – oft auch weil die Möglichkeiten noch zu wenig bekannt sind. Das ändert nun der gestrige Rententag der Hörfunkwellen SWR 1 und SWR 4, den die Sender auch online mit Hintergrundinformationen aufbereiten.  In mehreren Reportagen und Interviews thematisiert der Sender Renten-Themen. Seit mehr als 20 Jahren bietet der SWR an einem Tag im Jahr Renten-Know-how.

Teilrente mit Einkommen kombinieren

Diesmal steht die Flexirente im Mittelpunkt. Jene Neuregelung, die es erlaubt, eine Teilrente mit Arbeitseinkommen zu kombinieren. Starre Monatsgrenzen wurden zugunsten einer Jahrespauschale von 6.300 Euro abgeschafft. Der Betrag, der diese Hinzuverdienstgrenze übersteigt, wird zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet.

Flankiert wird der SWR-Rententag von Experten der Deutschen Rentenversicherung: Hörer können ihre Fragen über zwei Hotlines stellen und werden mit den Experten verbunden. Und die müssen an diesem Tag viel rechnen. Einfache Beispiele zur Hinzuverdienstgrenze machen die Flexirente greifbar.

Früh aber ohne Abschläge in Rente

Am häufigsten fallen allerdings Fragen zur "normalen" Altersrente: "Die meisten wollen schon möglichst früh in Rente, fragen aber, ab wann sie das können", sagt DRV-Expertin Alexandra Gall. Eine Dame etwa hat bereits 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt und hofft nun, schon bald ohne Abschläge in Rente gehen zu können. "Sie wurde aber 1958 geboren. Dieser Jahrgang kann erst mit 64 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen" erklärt Gall. Die Rentenexpertin weist die Anruferin aber darauf hin, dass diese durch Nachzahlungen Abschläge ausgleichen kann. Über diesen Umweg könnte es mit der abschlagfreien Rente vor dem 64. Lebensjahr doch noch klappen.

Darum geht es oft am Zuhörertelefon: Informieren und Alternativen aufzeigen. Viele Fragen können erschöpfend beantwortet werden, einige Anrufer werden ausführliche Termine in einer der Auskunfts- und Beratungsstelle der Rentenversicherung vereinbaren, um individuelle Lösungen zu finden. "Viele der Anrufer sind froh, dass sie durchgekommen sind, um Fragen persönlich zu besprechen", sagt DRV-Expertin Patricia Bollow zwischen zwei Gesprächen. Genau darin sieht Pressesprecher Thomas Becker den Vorteil des SWR-Rententags: Über den Äther könne allgemein zu wichtigen Rententhemen informiert, individuelle Fragen dann am Telefon oder per Chat gleich beantwortet werden. 

 

 

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Autor

Michael J. John