Soziales / 21.09.2018

Mit dem Kind zur Beerdigung?

Das richtige Alter gibt es dafür nicht aber gute Tipps, wie der schwere Tag vorbereitet werden kann.

Fürth (dpa/tmn) Wenn ein enger Verwandter oder ein geliebter Mensch beerdigt wird, stehen viele Eltern vor der Frage: Soll ich mein Kind mitnehmen oder nicht? Beim Abwägen spielen verschiedene Aspekte eine Rolle: "Oft sind Menschen, die einem selbst nahestehen, ja auch Personen, die den Kindern nahestanden", sagt Ulric Ritzer-Sachs von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung.

Deswegen kann es auch für die Kleinen eine Möglichkeit sein, Abschied zu nehmen. Das richtige oder falsche Alter gibt es dafür nicht.

Das Thema Tod wird kommen

Nehmen Eltern ihr Kind zur Trauerfeier mit, sollten sie das Ganze entsprechend vorbereiten - und auch darauf gefasst sein, dass von den Kindern Fragen kommen werden, etwa: "Was passiert, wenn man selbst nicht mehr da ist?" oder "Können Mama und Papa auch sterben?".

Wichtig ist auch, mit den Kindern vorher über den Ablauf des Tages zu sprechen. Schließlich laufen die meisten Beerdigungen nach einem bestimmten Prozedere ab.

Wollen Eltern ihre Kinder aus bestimmten Gründen nicht mitnehmen, ist das auch völlig in Ordnung. Das Thema ist damit aber nicht vom Tisch: "Über kurz oder lang beschäftigen sich Kinder damit. Sie wissen, dass Menschen sterben, sie kriegen das aus den Nachrichten mit, oder es passiert bei Schulfreunden."

Eltern kommen deshalb nicht umhin, zu überlegen: Was möchte ich meinem Kind generell zu diesem Thema mitgeben? Woran glaube ich, was ist meine Vorstellung vom Tod?

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst