Gesundheit / 12.10.2020

Mit Grippeschutzimpfung nicht zu lange warten

In Zeiten der Corona-Pandemie empfehlen viele Experten eine Grippeschutzimpfung nicht nur für Risikogruppen. Doch wann ist der beste Zeitpunkt?

Arzt klopft gegen eine Impfspritze. – Bild: wdv.de © Hermann, Olaf Georg

Regensburg (dpa/tmn). Der ideale Zeitpunkt für eine Grippeschutzimpfung liegt im Zeitraum Ende Oktober und Anfang November. Denn die optimale Schutzwirkung der Impfung setzt rund zwei Wochen nach dem Stich ein und nimmt nach etwa drei Monaten langsam ab, erläutert der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Prof. Bernd Salzberger.

Influenzaviren werden im Januar so richtig aktiv

Oft beginnen Grippewellen – also eine erhöhte Aktivität von Influenzaviren – zum Anfang des Jahres. Weil sie anschließend drei bis vier Monate dauern können, kann eine Impfung auch nach Anfang November sinnvoll sein – also zum Beispiel im Dezember oder sogar noch im Januar, wenn man es bis dahin nicht gemacht hat.

Lieber früher impfen als gar nicht

Was aus Sicht des Infektiologen aber für eine eher frühe Impfung spricht: „Wir sehen immer wieder, dass Patienten und Ärzte in Deutschland bei Erkältungskrankheiten nicht impfen mögen“, so Salzberger. Man könnte zwar durchaus auch Anfang Dezember gut impfen, aber dann laufe häufiger mal bei Patienten die Nase – und dadurch wird eventuell der Pieks weiter nach hinten verschoben. Dann sei es besser, etwas früher als überhaupt nicht zu impfen, so der Experte.

Autor

 Deutsche Presseagentur – Themendienst