Gesundheit / 22.06.2018

Mücken sind 2018 besonders aggressiv

Krankenkasse: Mückenstiche müssen öfter medizinisch behandelt werden. Was hilft und wann der Gang zum Arzt ratsam ist.

Schwerin (dpa/mv). Mückenstiche müssen der Kaufmännischen Krankenkasse KKH zufolge immer häufiger medizinisch behandelt werden. In diesem Jahr seien die Mücken richtig aggressiv, warnte die Kasse am Donnerstag.

Mit jedem Stich könnten sie Erreger übertragen, die oft starke Schwellungen und schwere Entzündungen hervorrufen. Vereinzelt würden Mücken sogar Borreliose-Erreger sowie das Sindbis-Virus in sich tragen, das Fieber und Gelenkentzündungen auslösen kann.

Die Gefährlichkeit von Mückenstichen könne sich noch verstärken, wenn die Stiche aufgekratzt werden, hieß es von der KKH. Dann könnten Keime durch Umweltgifte, die die Mücken aufnehmen, oder durch Bakterien von tierischem Kot in den Körper gelangen.

Fremde Exoten schleppen tropische Erreger ein

Außerdem würden immer mehr fliegende Exoten eingeschleppt, etwa die Asiatische Tigermücke. Sie könne unter anderem das Dengue-, das Gelbfieber- und das Zika-Virus übertragen. 2016 wurden dem Robert Koch-Institut mehr als 950 Fälle von Dengue-Fieber gemeldet, so viele wie noch nie zuvor.

Bisher hätten sich die Betroffenen im Ausland infiziert. Doch wenn sich tropische Erreger wegen des Klimawandels in Deutschland ansiedeln, sei auch hier eine Ansteckung möglich.

Die Krankenkasse empfahl, Mückenschutzmittel aufzutragen, auf stark riechende Parfums und Kosmetika verzichten, helle, lange Kleidung zu tragen, Fliegengitter, Moskitonetze und Mückenstecker zu nutzen.

Wenn die Haut um einen Mückenstich herum dick, rot und heiß werde und schmerze, sollte man zum Arzt gehen.

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst