Rente / 09.11.2017

Mütterrente: Merkel will CSU beruhigen

Magazin: Kanzlerin ließ zwei Kompromissmodelle zur besseren Bewertung der Erziehung älterer Kinder erarbeiten.

Berlin (dpa). Im Jamaika-Koalitionspoker um die CSU-Forderung nach Ausweitung der Mütterrente will nach einem Medienbericht die CDU ihrer Schwesterpartei zumindest teilweise entgegenkommen. Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel habe zwei Kompromissangebote ausarbeiten lassen, berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus" unter Berufung auf Unionskreise. Nach der einen Idee solle es beim Bezug der Mütterrente künftig Steuer-Freibeträge geben, damit bei Frauen mit geringer Rente die Mütterrente nicht mehr mit der Grundsicherung verrechnet, sondern zusätzlich gezahlt werde. Ein weiterer Vorschlag sehe vor, die Erwerbstätigkeit von Müttern während der sogenannten Kinderberücksichtigungszeit bei der späteren Rentenzahlung stärker als bisher zu honorieren.

In der CSU-Führung stießen beide Vorschläge auf Ablehnung, schreibt "Focus" weiter. Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer halte an seiner Forderung fest, auch bei Müttern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, drei Erziehungsjahre statt nur zwei anzuerkennen - so wie bei jüngeren Müttern.

Autor

 Deutsche Presseagentur