Finanzen / 27.12.2019

Nach Weihnachten: Kontoauszüge helfen!

Wenn das Weihnachtsgeschenk nicht passt, der Bon aber nicht mehr auffindbar ist, kann der Zahlungsnachweis der Bank helfen.

Bild zum Thema Weihnachten: Kontoauszüge helfen. – Junges Paar prüft einen Kassenbon.

Die Spannung steigt, die Geschenke liegen unter dem Weihnachtsbaum, das Auspacken beginnt – doch dann die Ernüchterung: Der Geschmack des Beschenkten wurde nicht getroffen. Oder aber das Buch steht bereits im Bücherregal. Obwohl es in diesem Fall keine rechtliche Verpflichtung gibt, bieten viele Einzelhändler ihren Kunden die Möglichkeit, die Ware zurückzugeben oder umzutauschen. Hier gilt grundsätzlich der Kassenbon als Nachweis für den Kauf der Ware. Ärgerlich ist es allerdings, wenn man diesen Bon nicht mehr findet oder er unlesbar ist. Und jetzt?

An der Ladenkasse: Geschenke umtauschen oder zurückgeben

Wer seinen Kassenbon nicht mehr findet, das Geschenk jedoch mit Karte oder Smartphone bezahlt hat, der hat eine gute Alternative: Denn im Kontoauszug sind die Kartenumsätze dokumentiert. Somit kann häufig auch der Kontoauszug als Nachweis für den Kauf genutzt werden. Der Einzelhändler hat mit der Vorlage des Kontoauszugs die Möglichkeit, den Kaufvorgang nachzuvollziehen. Viele Händler können hier für den betreffenden Tag noch einmal den Kassenbon ziehen. So steht dem Umtausch oder der Rückgabe des unpassenden Geschenks doch nichts mehr im Wege.

Die Weihnachtsspende

Doch nicht nur an der Ladenkasse ist der Kontoauszug von Bedeutung: Wer etwa zu Weihnachten einen Geldbetrag an eine Hilfsorganisation spenden will, kann sie als Sonderausgabe steuerlich absetzen. Wenn die Spende überwiesen wird und dabei den Betrag von 200 Euro nicht überschreitet, genügt auch hier der Kontoauszug als Nachweis gegenüber dem Finanzamt. Bei höheren Summen muss sich der Spender jedoch eine Spendenbestätigung der begünstigten Organisation auf einem amtlichen Vordruck ausstellen lassen.

Kontoauszüge aufbewahren

Ganz grundsätzlich ist es ratsam, die Kontoauszüge für eine gewisse Zeit als Zahlungsbeleg aufzubewahren. Das gilt gerade bei größeren Anschaffungen. Hierfür kann man sich an der Verjährungsfrist orientieren, die drei Jahre ab dem Ende des jeweiligen Kalenderjahres beträgt.

Wer seine Kontoauszüge nicht mehr findet, kann diese bei seiner Hausbank anfordern. Die dafür anfallenden Entgelte findet man im jeweiligen Preis- und Leistungsverzeichnis der Bank. Im Onlinebanking können die Kontoinhaber je nach Ausgestaltung bei der jeweiligen Bank über einen längeren Zeitraum rückwirkend auf die Auszüge zugreifen.

Übrigens kommt es nicht darauf an, dass es sich um den Originalauszug der Bank handelt. Sowohl der elektronische Kontoauszug im PDF-Format als auch der Originalauszug der Bank können als Nachweis vorgelegt werden.

 

Autor

 Deutsche Presseagentur