Gesundheit / 26.03.2019

Nahrungsergänzungsmittel verhindern Depressionen nicht

Eine Studie zeigt: Weder Nahrungsergänzungsmittel noch eine Beratung zeigen eine messbare Wirkung gegen Depressionen.

Bild zum Thema Nahrungsergänzungsmittel: Eine Hand hält zwei rote Pillen, die andere ein Glas Wasser.

Leipzig (dpa/tmn). Nahrungsergänzungsmittel können einer Depression nicht vorbeugen – auch wenn manche Werbung anderes verspricht. Das haben Forscher der Universitätsmedizin Leipzig in einer gemeinsamen Studie mit anderen europäischen Forschungseinrichtungen herausgefunden. Untersucht wurden Präparate mit Stoffen wie Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D und Zink.

Das Ergebnis: Wer solche Mittel täglich einnimmt, hat kein geringeres Risiko depressiver Episoden als jemand, der täglich Placebos schluckt. Und auch eine professionelle psychologische Beratung zu gesunder Ernährung und Lebensweise hat nach Angaben der Forscher keine präventive Wirkung.

Nahrungsergänzungsmittel oder Placebo: kein Unterschied

Teilnehmer der Studie waren 1.025 übergewichtige Personen aus vier europäischen Ländern. Alle hatten ein erhöhtes Risiko, an Depression zu erkranken. Die Hälfte von ihnen nahm ein Jahr lang täglich ein Nahrungsergänzungsmittel mit einer Kombination verschiedener Inhaltsstoffe. Die andere Hälfte bekam ein Placebo. Dazu gab es für die Hälfte der Teilnehmer Einzel- und Gruppenberatung. Weder die Präparate noch die Beratung zeigten eine messbare Wirkung, so die Forscher.

Weitere Informationen

Die Studie trägt den Namen MoodFOOD, Koordinator ist die Freie Universität Amsterdam.

Autor

 Deutsche Presseagentur – Themendienst