Rente / 22.07.2019

Neue Aufgaben für DRV Knappschaft-Bahn-See

Bundesweit tätiger Rentenversicherer soll in Brandenburg offenbar die Verwaltung staatlicher Förderprogramme übernehmen.

Bild zum Beitrag "Neue Aufgaben für die DRV Knappschaft-Bahn-See". Das Bild zeigt einen jungen Mann an einem Schreibtisch, der zwei Monitore vor sich hat.

Bad Homburg (sth). Die in Bochum und Cottbus ansässige Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) soll offenbar zusätzliche Aufgaben zugewiesen bekommen. Als Ausgleich für den geplanten Wegfall von Arbeitsplätzen im Braunkohletagebau solle der bundesweit tätige Sozialversicherer an seinem Standort in Brandenburg "künftig die Verwaltung staatlicher Förderprogramme aller Art übernehmen, zunächst vor allem Programme des Europäischen Sozialfonds (ESF)", heißt es in einem Bericht der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) vom Wochenende.

Die neue Aufgabe für die KBS "eröffnet die Möglichkeit der Stärkung von Standorten in Regionen, die von der Kommission ,Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung' (der sogenannten Kohlekommission, d. Red.) identifiziert wurden", zitiert die Zeitung aus einer Gesetzesvorlage des Bundessozialministeriums (BMAS). Konkret solle demnach "die Administration und Prüfung von Förderprogrammen und -projekten des Bundes stärker gebündelt werden können". Die KBS solle "ermächtigt werden, diese Aufgabe zu übernehmen", so die FAZ unter Berufung auf das BMAS.

Zahl neuer Stellen in Cottbus noch unklar

Wie viele neue Stellen bei der KBS in Cottbus geschaffen werden sollen, ist dem Bericht zufolge noch unklar. Ein Sprecher habe jedoch bestätigt, dass ein Ausbau des Standorts schon in Vorbereitung sei. Bisher arbeiten demnach im Bereich der Regionaldirektion Cottbus etwa 1.200 KBS-Beschäftigte. 800 Mitarbeiter von ihnen seien im Bereich der Minijob-Zentrale eingesetzt, die dort neben ihrem Hauptsitz Essen ein zweites Standbein hat.

Die insgesamt 25.000 Beschäftigten arbeiten nach Angaben der KBS für

  • knapp 1,8 Millionen Versicherte und Pflegebedürftige im Bereich der Kranken- und Pflegeversicherung KNAPPSCHAFT,
  • etwa 3,8 Millionen Versicherte und Rentner im Bereich die Rentenversicherung,
  • das KBS-eigene Medizinische Netz (mit rund 1.500 Allgemein-, Fach- und Zahnärzten, neun Rehabilitations-Kliniken und Beteiligungen an zwei weiteren Reha-Kliniken, Beteiligungen an acht Krankenhausgesellschaften und eigenen Sozialmedizinische Dienststellen),
  • 260.000 Versicherte und Rentner im Bereich der Renten-Zusatzversicherung und 
  • 7.200 Versicherte im Bereich der Seemannskasse.
  • Darüber hinaus betreut die KBS die sieben Millionen Minijobber und deren 2,2 Millionen Arbeitgeber durch die Minijob-Zentrale.

Mehr zum Thema:

www.kbs.de

Weitere Informationen über das Aufgabenfeld der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS)

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Autor

Stefan Thissen