Soziales / 23.07.2018

Neue Besprechungsformate

Wenn eine Besprechung mal so richtig laufen soll, hätten wir da einen Vorschlag: „Walk-and-talk-Meetings“

Konstanz (dpa/tmn). Oft laufen die Köpfe im Büroalltag auf Hochtouren, aber der Körper sitzt statisch auf dem Stuhl. „Aber genau das dauerhafte Verharren in einer Position ist nicht besonders gesundheitsfördernd“, sagt Utz Niklas Walter vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) in Konstanz. Warum also nicht mal eine Besprechung im Laufen organisieren?

Durchatmen erhöht die Konzentration

Walter empfiehlt sogenannte „Walk-and-talk-Meetings“ – dabei kann man eine Besprechung mit Kollegen mit einem gemeinsamen Gang um den Block verbinden. „Gut umsetzbar ist eine solche Besprechung mit einer Gruppengröße von zwei bis vier Kollegen“, erklärt Walter.

Neben der frischen Luft gibt es noch weitere Vorteile: „Die Bewegung regt die Durchblutung an. Und das kann sich wiederum positiv auf die Konzentration auswirken.“

Zudem bekommen die Teilnehmer bei dem Spaziergang neue Eindrücke, die die Kreativität anregen können.

Bei Kollegen vorbeigehen statt mailen

Wer im Alltag kaum Besprechungen mit Kollegen hat, kann auf andere Weise seine Bewegung steigern: „Öfter mal direkt einen Kollegen aufsuchen, statt ihm eine E-Mail zu schreiben“, empfiehlt Walter. Oder man bietet Kollegen an, für sie einen Kaffee mitzubringen.

Bewegung auf dem Arbeitsweg

Und auch den Arbeitsweg kann man dynamisch gestalten: „Am besten fährt man natürlich mit dem Fahrrad zur Arbeit“, sagt Walter. Nicht immer ist das möglich.

„Dann können Autofahrer trotzdem etwas für ihre Bewegung tun, indem sie beispielsweise das Auto bewusst weiter weg von der Arbeitsstelle parken.“ Den längeren Laufweg sollten sie zeitlich einplanen.

Und wer mit der Bahn fährt, kann einfach mal eine Station früher aussteigen – und den Rest der Strecke laufen.

Autor

 Deutsche Presseagentur – Themendienst