Gesundheit / 08.03.2021

Neue E-Patientenakten starten schleppend

Seit 1. Januar bieten Krankenkassen die neuen ePA-Apps an. Bisher ist aber nur wenig Interesse bei den Versicherten zu spüren. Das soll sich ändern.

Neue E-Patientenakten starten schleppend. – Grafik Smartphone, umgeben von Symbolen des digitalen Gesundheitswesens.

Berlin (dpa). Die neuen elektronischen Patientenakten (ePA) stoßen unter den Versicherten großer Krankenkassen meist noch auf eher verhaltenes Interesse. Seit dem Start zu Jahresbeginn wurde die dafür angebotene App bei den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) 4.500 Mal aktiviert, wie der AOK-Bundesverband der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mitteilte.

Bei der Barmer wurden nach Unternehmensangaben 6.800 Apps heruntergeladen und mehr als 2.600 aktiviert, bei der DAK-Gesundheit meldeten sich mehrere hundert Versicherte zur Nutzung an. Bei der Techniker Krankenkasse (TK) luden demnach in den ersten zwei Monaten fast 80.000 Nutzer die App herunter und verwendeten sie.

Freiwilliges Angebot seit 1. Januar

Die E-Akte als freiwilliges Angebot für die 73 Millionen gesetzlich Versicherten war am 1. Januar mit einer Testphase gestartet und soll schrittweise mehr Funktionen bekommen. Digital abgelegt werden können zuerst etwa Arztbefunde und Röntgenbilder. Patienten können die ePA zunächst für sich selbst nutzen, nicht-digitale Unterlagen müssen anfangs auch noch per Handy oder Tablet eingescannt werden. Die Vernetzung mit Praxen soll im ersten Quartal mit Ärzten in Berlin und der Kassenärzte-Region Westfalen-Lippe getestet werden – bis 1. Juli müssen dann aber alle Praxen angeschlossen sein.

Mehr Werbung soll Interesse an der ePA wecken

Die Kassen setzen vor allem für das zweite Halbjahr auf weiter wachsendes Interesse für die ePA, für die bisher auch noch nicht auf breiter Front geworben wurde.

Autor

 Deutsche Presseagentur