Finanzen / 20.11.2017

Neue Fristen fürs Kindergeld

Ab 2018 wird Kindergeld rückwirkend nur noch sechs Monate lang gezahlt – Eltern volljähriger Kinder betroffen

Offenbach (kma/dpa). Ab Januar 2018 ändern sich die Antragsfristen fürs Kindergeld. Kindergeld wird dann rückwirkend nur noch höchstens sechs Monate lang gezahlt, also bis Juli 2017. Darauf weist der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) hin.

Die Gesetzesänderung soll eigentlich den Missbrauch der Leistung verhindern, kann aber auch Eltern volljähriger Kinder hart treffen, die unsicher sind, ob ihr Kind auch nach dem Schulabschluss noch Anspruch auf Kindergeld hat oder nicht. Das hat es bis zum 25. Geburtstag, wenn es zum Beispiel studiert, einen sozialen Dienst absolviert oder eine andere schulische Ausbildung macht.

Wer unsicher ist, sollte vorsorglich Antrag stellen

Derzeit kann Kindergeld noch rückwirkend für vier Jahre gestellt werden. Bis zum 31. Dezember 2017 können Eltern also die Leistung noch bis einschließlich Januar 2013 rückwirkend beantragen. Das ändert sich dann 2018: Dann wird das Kindergeld nur noch bis sechs Monate vor Antragstellung gezahlt.

Wer unsicher ist, sollte noch bis zum Jahresende einen Antrag bei der zuständigen Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit stellen. „Ab 2018 sollten Eltern sich mit der Kindergeldbeantragung generell nicht mehr allzu viel Zeit lassen“, rät BVL-Geschäftsführer Erich Nöll. Fehlen noch Unterlagen, könnten diese nachgereicht werden. Dazu könne auch eine Fristverlängerung beantragt werden.

Mehr Kindergeld ab 2018

Eine Veränderung gibt es auch bei der Höhe des Kindergeldes. Es steigt:

 

Kinderzahl 2017 2018
Erstes und Zweites Kind  192 Euro 194 Euro
Drittes Kind 198 Euro 200 Euro
Viertes und weitere Kinder 223 Euro 225 Euro


    

 

 

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Autor

Katja Mathes