Rente / 05.10.2017

Neue Spitze für DRV Rheinland-Pfalz

Neue Vertreterversammlung bestätigt Personalwechsel an der Spitze des Parlaments und des Vorstands.

Speyer (drv/sth). Ende vergangener Woche hat die Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz das Führungsquartett der ehrenamtlichen Selbstverwaltung für die sechsjährige Amtsperiode neu gewählt. Vorsitzender der Vertreterversammlung ist Dietmar Wenderoth. Er engagiert sich ehrenamtlich auf der Arbeitgeberseite. Im Hauptberuf ist er Geschäftsführer der KANN Beton GmbH & Co. KG in Bendorf. Neu in der Führungsriege ist Thomas Breuer. Der Gewerkschaftssekretär der IG Bau übernimmt als Vertreter der Versicherten den alternierenden Vorsitz und folgt damit dem ausgeschiedenen Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft ver.di, Uwe Klemens.

An der Spitze des Vorstandes steht für eine weitere Amtszeit Dietmar Muscheid. Der DGB-Landeschef vertritt die Versichertenseite. Neu als alternierender Vorsitzender auf Arbeitgeberseite ist Richard Nicka, Vice President Benefits bei der BASF SE. Er folgt Hans-Walter Scheurer, ebenfalls BASF SE, der mit der abgelaufenen Legislaturperiode aus dem Vorstand ausgeschieden ist. Hauptamtlich leiten die Verwaltung weiterhin Geschäftsführerin Saskia Wollny und stellvertretender Geschäftsführer Matthias Förster.

Staatssekretär würdigte Leistungen der Selbstverwaltung

Bereits am Vortag hatte der Chef der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei, Staatssekretär Clemens Hoch, die Arbeit der ehrenamtlichen Vertreter von Versicherten und Arbeitgebern in Vorstand und Vertreterversammlung gewürdigt und ihnen seine Anerkennung für ihr bürgerschaftliches Engagement in der Rentenversicherung ausgesprochen. Dabei wurden Oswald Höfer, Raimund Lautensack und Wilfried Röther, die der Selbstverwaltung nicht mehr angehören werden, mit der Verdienstmedaille der Deutschen Rentenversicherung geehrt. Auch Hans-Walter Scheurer und Uwe Klemens erhielten die Verdienstmedaille der Deutschen Rentenversicherung. Beide führten über 12 Jahre den jeweiligen Vorsitz in Vorstand und Vertreterversammlung und schieden mit der abgelaufenen Legislaturperiode aus der Selbstverwaltung aus.

Kritisch zeigte sich der Vorstandsvorsitzende des rheinland-pfälzischen Rentenversicherers, Hans-Walter Scheurer, mit Blick auf die Leistungsverbesserungen bei Rente und Reha in den vergangenen Jahren angesichts der anstehenden demografischen Herausforderung. „Auch wenn zahlreiche Leistungsverbesserungen, wie die abschlagsfreie Rente mit 63, aufgrund der guten aktuellen Finanzsituation stattgefunden haben, darf nicht außer Acht gelassen werden, dass der beginnende Übergang der Babyboomer in die Rentenphase gravierende finanzielle Auswirkungen haben wird“, sagte Scheurer.

Scheurer kritisierte, dass Leistungsanpassungen der letzten Jahre ohne ausreichende oder vollständige Gegenfinanzierung von der Rentenversicherung aufgefangen werden müssten. "Die gesetzliche Rentenversicherung wird als Kern der Alterssicherung wahrgenommen und hat Jahrhundertkrisen gut überstanden", so Scheurer. Umso wichtiger ist sei es im Hinblick auf die demografischen Entwicklungen, politische Lösungen zu erarbeiten, um auch künftig die Verlässlichkeit und das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung zu erhalten. Scheurer forderte deshalb, fundierte langfristige Prognosen über Leistungsentwicklung und Finanzierung vorzulegen, um Herausforderungen generationengerecht zu lösen und generationengerecht die Finanzierungslasten zu tragen.

Prävention und Rehabilitation für einen dynamischen Arbeitsmarkt

Für die Geschäftsleitung zogen Geschäftsführerin Saskia Wollny und ihr Stellvertreter Matthias Förster eine positive Bilanz der letzten sechs Jahre, forderten aber auch ein konsequentes Handeln für die Zukunft. "Eine moderne Rehabilitation muss individuell und ganzheitlich sein. Der Erfolg hängt davon ab, dass das Erlernte in den Alltag übertragen werden kann. An diesen Anforderungen haben wir unsere Reha-Strategie ausgerichtet", so Wollny.

"Reha ist wirtschaftlich, denn jeder der länger arbeiten kann, hat die Chance auf eine höhere Rente", unterstrich Wollny den Nutzen. Noch frühzeitiger setze die Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz mit ihren neuen Präventionsprogrammen an, um die Erwerbsfähigkeit möglichst lange zu erhalten.

Mehr zum Thema:

www.deutsche-rentenversicherung.de

Link zum Bericht des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz, Hans-Walter Scheurer, bei der Sitzung der Vertreterversammlung am 28.09.2017

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Link zum Bericht der Geschäftsführung der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz bei der Sitzung der Vertreterversammlung am 28.09.2017

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 Deutsche Rentenversicherung