Rente / 15.07.2021

Neuer Vorsitzender für das Oldenburger Rentenparlament

Als Nachfolger von Torsten Gerdes wählte die Vertreterversammlung des Rentenversicherungsträgers Peter Heider an seine Spitze.

Bild zum Beitrag "Neuer Vorsitzender für das Oldenburger Rentenparlament". .Das Bild zeigt Peter Heider, Vorsitzender der Vertreterversammlung der DRV Oldenburg-Bremen

Peter Heider, Vorsitzender der Vertreterversammlung der DRV Oldenburg-Bremen

Oldenburg (drv/sth). Die Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Oldenburg-Bremen hat einen neuen Vorsitzenden: Zum Nachfolger des ausgeschiedenen Torsten Gerdes wählte das "Parlament" des nordwestdeutschen Rentenversicherers am Dienstag den Versichertenvertreter Peter Heider (Wardenburg) an seine Spitze. Heider ist seit 2008 bereits Mitglied der Vertreterversammlung und als Versichertenältester im Landkreis Oldenburg tätig. 

In seinem Tätigkeitsbericht ging der Vorstandsvorsitzende des Rentenversicherungsträger, Cornelius Neumann-Redlin, anschließend auf die finanzielle Situation der DRV ein. Die Lage sei trotz der wirtschaftlichen Probleme durch die Corona-Pandemie "besser als erwartet", erklärte der Arbeitgebervertreter. Die letzte Schätzung habe "höhere Einnahmen und niedrigere Ausgaben" ergeben. Die höheren Einnahmen seien im Wesentlichen auf Beitragseinnahmen aus Erwerbstätigkeit zurückzuführen und zeigten, dass vor allem die Kurzarbeit den Arbeitsmarkt gestützt habe – "mit positiven Folgen für Beitragszahler und Rentner", erklärte Neumann-Redlin.

Eine Fortschreibung der Berechnungen zur mittelfristigen Finanzsituation der DRV zeige, dass der bis 2030 gesetzlich festgelegte Korridor für den Rentenbeitragssatz – höchstens 22 Prozent – und das Rentenniveau – mindestens 43 Prozent – eingehalten werde, sagte der Vorstandsvorsitzende. „Ich erwähne diese Zahlen – in denen die Auswirkungen des Grundrentengesetzes enthalten sind – ganz bewusst, weil es in der öffentlichen Diskussion um die Finanzierung des Rentenversicherungssystems in der letzten Zeit einmal wieder reichlich kontrovers zuging. Hier empfehle ich mehr Sachlichkeit", appellierte Neumann-Redlin. 

Grundrente

Mit den zur Verfügung stehenden IT-Programmanwendungen kann nach Angaben des ehrenamtlichen Selbstverwalters noch in diesem Monat mit der Auszahlung der Grundrentenzuschläge begonnen werden. Vor allem der Datenaustausch mit den Finanzämtern wegen der Einkommensprüfung habe zeitaufwendige Programmierungsarbeiten zur Folge gehabt. Jetzt könne bei allen Neurentnerinnen und -rentnern geprüft werden, ob ein „Zuschlag an Entgeltpunkten für langjährig Versicherte“ – wie der exakte Rechtsbegriff lautet – gezahlt werden muss.

Die Ruheständler müssten sich noch etwas gedulden, erhielten aber "automatisch und rückwirkend zum 1. Januar 2021 ihren Grundrentenzuschlag, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen", so Neumann-Redlin. Bereits im zweiten Halbjahr werde man sich dann um die Bestandsrentner kümmern. Zunächst würden jedoch die Rentenbezieher mit einem Rentenbeginn vor 1992 – gestaffelt nach Lebensalter der Betroffenen – abgearbeitet. Ziel sei es, dass bei allen Bestandsrentner mit der Prüfung des Zuschlags bis Ende 2022 begonnen werde, sagte der Vorstandsvorsitzende.

„Dieser Zeitkorridor ist nötig, weil 237.000 Versicherungskoten zu überprüfen sind", warb Neumann-Redlin um Verständnis. Alle notwendigen personellen und organisatorischen Vorbereitungsmaßnahmen für diese „Mammutaufgabe“ seien zufriedenstellend verlaufen, sodass der Vorstand die feste Überzeugung gewonnen habe, dass "die Umsetzung des Grundrentengesetzes planmäßig verläuft", schloss Neumann-Redlin seinen Bericht mit einer positiven Prognose ab.

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 Deutsche Rentenversicherung