Gesundheit / 11.09.2020

Neurodermitis bei Kindern: Vorsicht bei Krusten und Bläschen

Wenn Kinder sich oft kratzen und unter entzündeten Hautstellen leiden, sollten Eltern umgehend handeln und zum Kinderarzt gehen.

Kinderärztin tastet Lymphknoten am Hals eines Jungen ab.

Köln (dpa/tmn). Starker Juckreiz und entzündete Hautstellen sind bei Kindern oft ein Zeichen von Neurodermitis. Die trockene Haut ist rissig, durch zusätzliches Kratzen entstehen kleine Verletzungen. Dringen Bakterien oder andere Keime ein, besteht die Gefahr einer Infektion, warnt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Bei ersten Anzeichen sofort zum Kinderarzt

Anzeichen hierfür können gelbliche oder honigfarbene Krusten über dem Ekzem sein, so der BVKJ. Aber auch mit Flüssigkeit oder Eiter gefüllte Bläschen, Pusteln sowie Rötungen weisen auf eine Infektion hin. In schweren Fällen können Fieber, grippeähnliche Beschwerden und geschwollene Lymphknoten hinzukommen. Dann heißt es: sofort zum Kinderarzt.

Behandlung bei Neurodermitis

Bei einer bakteriellen Infektion kann der Arzt eine antibiotische Salbe oder Antibiotika zum Einnehmen verordnen. Bei Viren wie Herpes hingegen können antivirale Mittel helfen. Zur Vorbeugung sollten sich die Kinder so wenig wie möglich kratzen, empfehlen die Experten. Auch sollten sich Eltern genaue Anweisungen für die Hautpflege ihres Kindes geben lassen. Dies können beispielsweise Bäder sein, um Keime von der Hautoberfläche zu entfernen.

Die richtige Hautpflege hilft

Die richtige Feuchtigkeitspflege kann verhindern, dass die Haut zu sehr austrocknet und Risse bekommt. Damit die Pflegeprodukte keimfrei bleiben, empfehlen die Experten bei Lotionen einen Pumpenapplikator oder bei Cremes einen Löffel zu verwenden. Auch durch kurz geschnittene Fingernägel können zusätzliche Infektionen durch Kratzen verhindert werden.

Weitere Informationen

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