Gesundheit / 02.10.2018

Ostdeutsche leben zwei Jahre länger

Dank besserer medizinischer Versorgung leben Ostdeutsche seit dem Mauerfall durchschnittlich zwei Jahre länger

Berlin (dpa). Die bessere medizinische Versorgung seit dem Mauerfall hat den Ostdeutschen nach einer Studie im Schnitt zwei Lebensjahre geschenkt.

Wurde die allgemeine Lebenserwartung ostdeutscher Männer 1989 wegen Mängeln im Gesundheitssystem um 4,4 Lebensjahre reduziert, waren es 2015 noch 2,5 Jahre, hat das Max-Planck-Institut für demografische Forschung für die Deutschen Versicherer errechnet.

Ähnlich sei die Situation bei den Frauen: Im Osten verloren sie 1989 noch 3,8 Jahre ihrer generellen Lebenserwartung wegen schlechter Gesundheitsversorgung, 2015 waren es 1,8 Jahre. Im Westen Deutschlands büßten Männer und Frauen 1989 rund drei Jahre ihrer allgemeinen Lebenserwartung ein. 2015 waren es für beide Geschlechter dort rund zwei Jahre.

Die Daten beziehen sich unter anderem auf die Behandlungen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Seit den den 1980er Jahre hatte Westdeutschland zum Beispiel einen Vorsprung beim Einsetzen von Herzkathetern und Stents in großem Stil. Erst nach dem Mauerfall profitierten auch die Ostdeutschen ähnlich stark von diesem medizinischen Fortschritt.

Weitere Informationen:

www.demogr.mpg.de

Max-Planck-Institut für demografische Forschung: "Erstmals höhere Lebenserwartung in Ostdeutschland"

Autor

 Deutsche Presseagentur