Soziales / 19.02.2021

Pflegeversicherung erzielt Plus

Mehr Einnahmen als Ausgaben: Die Finanzspritze des Bundes hat die Pflegekassen gefüllt und für 2020 zu einem Überschuss geführt.

Pflegeversicherung erzielt Plus. – Alter Mann im Rollstuhl wird von einer weiblichen Pflegefachkraft über den Gang eines Pflegeheims geschoben.

Berlin (dpa). Die Pflegeversicherung hat auch angesichts einer Finanzspritze des Bundes im Corona-Jahr 2020 einen Überschuss erzielt. Unter dem Strich stand ein Plus von 1,5 Milliarden Euro, wie aus Daten des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) hervorgeht, der auch die Pflegekassen vertritt. Dabei fielen 2,7 Milliarden Euro zusätzlich als pandemiebedingte Mehrkosten an, wie GKV-Vizevorstandschef Gernot Kiefer am Donnerstag sagte. „Das ist ganz praktische, handfeste Hilfe.“

Einnahmen waren 2020 höher als Ausgaben

Insgesamt standen Einnahmen von 50,6 Milliarden Euro Ausgaben von 49,1 Milliarden Euro gegenüber. Von den Corona-Mehrkosten gingen rund 900 Millionen Euro als Prämien an Pflegekräfte, sagte Kiefer der Deutschen Presse-Agentur. „Weitere 1,8 Milliarden Euro davon flossen über den Pflege-Rettungsschirm an die ambulanten Pflegedienste und Heime, um zusätzliche Ausgaben in der Pandemie zu finanzieren, wie zum Beispiel Hygienemaßnahmen.“

Im Gegenzug gingen die Ausgaben für Tages- und Nachtpflege sowie die Kurzzeitpflege um 290 Millionen Euro zurück. Der Bund hatte die Pflegeversicherung im vergangenen Jahr mit einen Zuschuss von 1,8 Milliarden Euro unterstützt.

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 Deutsche Presseagentur