Rente / 05.12.2022

Pilotprojekt zur Steuererklärung von Rentnern läuft weiter

Modell der Länder Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen fand laut Bundesfinanzministerium großen Anklang.

Formular Steuererklärung mit Kugelschreiber.

Berlin (bmf/sth). Das 2018 von den Ländern Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen gestartete Pilotprojekt zur Vereinfachung der Steuererklärung für Rentnerinnen, Rentner, Pensionärinnen und Pensionären wird fortgesetzt. Wie das Bundesfinanzministerium (BMF) mitteilt, habe das Projekt bisher „großen Anklang in den beteiligten Ländern gefunden“ und laufe daher mit dem Ziel weiter, weitere Erfahrungen mit einem solchen Vordruck zu sammeln.

Auf Hinweis vieler Nutzerinnen und Nutzer sei der Vordruck ab dem Veranlagungszeitraum 2022 so gestaltet worden, dass er am Computer ausgefüllt und mit den individuellen Daten gespeichert werden könne, so das BMF. Der ausgefüllte Vordruck könne dann gedruckt, unterschrieben und dem Finanzamt übersandt werden. Der Service einer „Erklärung zur Veranlagung von Alterseinkünften“ richtet sich nach Angaben des BMF gezielt an Bezieherinnen und Bezieher von Alterseinkünften in den vier genannten Bundesländern, „bei denen das Finanzamt bereits die überwiegende Anzahl von steuerlich relevanten Informationen von dritter Seite elektronisch erhalten hat“.

Dazu gehören demnach zum Beispiel die elektronisch an die Finanzämter übermittelten Renteneinkünfte und Pensionen und die Krankenversicherungsbeiträge. „Auf dem neuen Papiervordruck können dann ergänzend Spenden und Mitgliedsbeiträge, Kirchensteuer oder außergewöhnliche Belastungen und Steuerermäßigungen für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen geltend gemacht werden“, heißt es. Damit seien „alle steuerlichen Pflichten erledigt“. Wer allerdings noch zusätzliche Einkünfte wie etwa aus Vermietung oder Gewerbe habe, müsse die kompletten Steuererklärungsvordrucke nutzen, so das BMF.

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Bundesministerium der Finanzen