Gesundheit / 06.10.2021

PKV: Pflegeversicherung wird teurer

Die Corona-Krise geht auch an der privaten Krankenversicherung nicht vorbei. Versicherte müssen 2022 höhere Beiträge zahlen.

Pflegebedürftige im Pflegeheim hält sich an Bügel über dem Bett fest.

Köln (iv). Privat Krankenversicherte müssen im kommenden Jahr einen Zuschlag auf den monatlichen Beitrag für die Pflegepflichtversicherung zahlen. Darauf weist der Verband der Privaten Krankenversicherung hin. Grund sei der Pflegerettungsschirm, den die Bundesregierung 2020 beschlossen hatte.

Versicherte ohne Beihilfeanspruch zahlen vom 1. Januar 2022 an einen Zuschlag von 3,40 Euro im Monat. Der Arbeitgeber übernimmt davon die Hälfte. Beamte zahlen deutlich mehr: Auf sie kommen 7,30 Euro im Monat zu.

PKV argumentiert mit gesetzlichen Vorgaben

Der Verband begründet diesen Unterschied mit den gesetzlichen Vorgaben. Diese sähen vor, die Kosten des Rettungsschirms nach der Zahl der Leistungsempfänger zu verteilen. In der Privaten Pflegepflichtversicherung sind etwa 75 Prozent der Leistungsempfänger in der Tarifstufe der Beihilfe-Empfänger. Daher müsse diese Gruppe den größten Teil der Mehrausgaben stemmen.

Der Corona-Zuschlag ist auf 2022 begrenzt und gilt nur für privat Versicherte. Die gesetzlichen Pflegekassen erhalten für ihre Mehrkosten Zuschüsse aus Steuermitteln.

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Autor

Boris Dunkel