Soziales / 14.12.2018

Post erweitert Altersteilzeit

Verdi und Post schließen einen neuen „Generationenvertrag“: Künftig können Beschäftigte schon mit 55 Jahren in Altersteilzeit gehen.

Lächelnde Frau holt Post aus dem Briefkasten. – Bild: gettyimages.at © Image Source

Bonn (dpa). Bei der Deutschen Post können Beschäftigte künftig schon mit 55 Jahren in Altersteilzeit gehen, vier Jahre früher als bisher. Die Post und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi haben dazu einen 2011 abgeschlossenen Generationenvertrag ausgeweitet, wie beide Seiten am Donnerstag mitteilten.

Eine so weitgehende Regelung sei „in der Tariflandschaft bislang einmalig“, sagte die Verdi-Vizevorsitzende Andrea Kocsis. Der Generationenvertrag ermögliche es älteren Arbeitnehmern in körperlich anstrengenden Berufen, insbesondere Postboten und Paketzustellern, bis zur Regelaltersgrenze zu arbeiten, betonte die Post.

Altersteilzeit speist sich aus Zeitwertkonto

Schon jetzt arbeiteten rund 4.200 tarifliche Mitarbeiter vor Rentenbeginn reduziert weiter, hieß es. Insgesamt hätten sich bereits rund 25.500 Beschäftigte für den Generationenvertrag entschieden und bauten ein Zeitwertkonto auf, aus dem sich später die Altersteilzeit speise. Beschäftigte in Altersteilzeit verdienten insgesamt zwischen 79 und 87 Prozent des letzten Nettogehalts. Die Post hat rund 130.000 Tarifbeschäftigte.

 

Autor

 Deutsche Presseagentur