Finanzen / 22.06.2018

Preisniveau: Deutschland teuer aber längst noch nicht top

In vielen Nachbarländern zahlen Bürger mehr. Günstig lebt es sich in Osteuropa

Wiesbaden (mjj) Wo lebt es sich am teuersten? Die Antwort liefert das Statistische Bundesamt in Wiesbaden: Während das Preisniveau für private Konsumausgaben in Deutschland 2017 nur um 5 Prozent über dem Durchschnitt der EU lag, ist es in Dänemark am teuersten. Dort liegt das Preisniveau um 41,5 Prozent über dem Durchschnitt aller 28 Mitgliedstaaten. Mit einigem Abstand folgen Luxemburg (+ 26,9 Prozent), Schweden (+ 25,5 %), Irland (+ 25,4 Prozent) und Finnland (+ 22,2 Prozent).

Schaut man über die EU-Grenzen, wird der für die Berechnungen maßgebliche Warenkorb noch teurer: Denn Isländer zahlen 66 Prozent mehr, Schweizer 59 Prozent. Wesentlich günstiger lebt es sich im Mitgliedsland Bulgarien: Für den repräsentativen Warenkorb zahlen die Bürger nur etwa halb so viel wie im EU-Durchschnitt.

Das Preisniveau in Österreich liegt 8,3 Prozent, in Frankreich 8,8 Prozent und in den Niederlanden 12,3 Prozent über dem EU-Durchschnitt. Weit darunter fällt das Preisniveau dafür in Polen (- 43,8 Prozent) und in der Tschechischen Republik (-31 Prozent).