Gesundheit / 13.11.2020

Private Versicherungen sollen Corona-Impfkosten mittragen

Die Regierung will private Krankenversicherungen per Gesetz an den Kosten der Corona-Pandemie beteiligen. Zum Beispiel bei den Impfungen.

Impfspritze liegt auf Impfausweis.

Berlin (dpa). Die große Koalition will gesetzlich festschreiben, dass sich auch die privaten Krankenversicherungen an bestimmten Kosten zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beteiligen müssen. Konkret geht es um die anteilige Übernahme von Kosten für Impfungen in den geplanten Impfzentren. Das geht aus einem Antrag von Union und SPD für den Bundestag hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland darüber berichtet.

Privatkassen sollen anteilig Kosten übernehmen

Die Höhe der Beteiligung soll sich am Anteil der Privatversicherten an der Gesamtbevölkerung bemessen. Die Regelung soll die Impfung weniger bürokratisch und damit effizienter und schneller machen. So könnten die Patienten unabhängig von ihrer Versicherung behandelt werden, ohne Abrechnung von Einzelfällen.

SPD-Fraktionsvize Bärbel Bas betonte, alle, die sich impfen lassen wollten, sollten einen Anspruch darauf haben. „Und natürlich muss die private Krankenversicherung die Kosten für ihre Versicherten übernehmen“, sagte sie der dpa. Bisher seien die privaten Versicherungen bei den Pandemiekosten im Wesentlichen außen vor geblieben. So werden etwa die Tests aus den Reserven der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt. Eine Beteiligung der Privaten sei überfällig, betonte Bas.

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 Deutsche Presseagentur