Rente / 09.07.2020

Rente bleibt die wichtigste Sozialleistung

Sozialbudget veröffentlicht: Ausgaben für die Rentenversicherung beliefen sich im Jahr 2019 vorläufig auf 330,2 Milliarden Euro.

Bild zum Beitrag "Rente war auch 2018 die wichtigste Sozialleistung". Das Bild zeigt Geldscheinrollen, die mit Gummibändern fixiert sind.

Berlin/Bad Homburg (sth). Die Ausgaben für die Rentenversicherung bildeten auch im vergangenen Jahr den größten Kostenblock unter den Sozialleistungen in Deutschland. Das geht aus dem jetzt vom Bundesarbeitsministerium (BMAS) veröffentlichten Sozialbudget 2019 hervor. Der 38-seitigen Übersicht zufolge zahlten Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Bund insgesamt 330,2 Milliarden Euro an die Kassen der 16 gesetzlichen Rentenversicherer – etwa 17 Milliarden Euro mehr als 2018. Damit machten die Rentenausgaben rund 30,5 Prozent aller Sozialausgaben des Staates im vergangenen Jahr aus.

Seit 1991 Jahren sind die Sozialausgaben damit den Angaben zufolge um das Zweieinhalbfache gestiegen. Allerdings ist in dieser Zeit auch das Bruttoinlandsprodukt (BIP) deutlich gewachsen – von 1.579,8 Milliarden auf 3.435,8 Milliarden Euro im Jahr 2019. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 30,3 Prozent des BIP für Soziales (+0,1 Prozentpunkte) ausgegeben. Im Jahr nach der Wiedervereinigung lag die sogenannte Sozialleistungsquote noch bei 25 Prozent vom BIP.

Seit 1991 bewegt sich diese Quote zwischen 25 und rund 30 Prozent – mit einem deutlichen Ausschlag im Jahr 2009 (30,8 Prozent), was damals in erster Linie Folge der Weltfinanzkrise und der dadurch gesunkenen Wirtschaftskraft war. Im Übrigen sind keine großen Unterschiede der Sozialleistungsquote während der rot-grünen Bundesregierung und den Koalitionen unter Angela Merkel erkennbar.

Mehr zum Thema:

www.bmas.de

Sozialbudget 2019 

www.sozialpolitik-aktuell.de

Kommentierte Infografiken des IAQ an der Universität Duisburg-Essen zum Sozialbudget

Autorenbild

Autor

Stefan Thissen