Rente / 01.11.2017

Rente mit 63: Hofreiter dementiert "Bild"

Zeitung hatte gemeldet, die Jamaika-Partner wollten die Begünstigung von Beschäftigten mit 45 Beitragsjahren rückabwickeln.

Berlin (sth). Verwirrung um die Rentenpläne der möglichen Jamaika-Koalitionäre: Nachdem die „Bild“-Zeitung am Morgen berichtet hatte, Union, FDP und Grüne hätten sich auf eine teilweise Abschaffung der von der großen Koalition eingeführten Rente mit 63 verständigt, dementierte am Vormittag Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter den Bericht. „Die Rente mit 63 wird nicht abgeschafft“, sagte Hofreiter dem Sender N24. „Wir dementieren das für alle, die da mit am Tisch saßen." Union, FDP und Grüne hatten am Montag über das Thema Rente beraten. Dabei wurde nach Angaben von Teilnehmern die Rente mit 63 nicht erwähnt.

Hofreiter sagte gegenüber dem Fernsehsender: „Wenn Sie sich das Papier anschauen, das gemeinsam beschlossen worden ist, dann kommt die Rente mit 63 noch nicht einmal als Frage vor.“ Der Grünen-Politiker ergänzte, er könne "jedem nur raten, bei dem sensiblen Thema der Rente keinen Zick-Zack-Kurs zu verfolgen".

Die „Bild“-Zeitung hatte gemeldet, die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte solle künftig nur noch Beschäftigten in Berufen mit harter körperlicher Arbeit offen stehen. Das eingesparte Geld solle im Gegenzug Erwerbsgeminderten zugute kommen. Die genauen Rentenpläne sollten von einer Kommission erarbeitet werden, die von der möglichen Regierungskoalition eingesetzt werden solle, so das Blatt weiter.