Rente / 22.11.2017

Rentenbeitrag wird 2018 sinken

Bundesregierung beschließt Senkung auf 18,6 Prozent und verabschiedet den Rentenversicherungsbericht.

Berlin (sth). Der Beitragssatz zur Rentenversicherung wird 2018 geringfügig sinken. Das beschloss am heutigen Mittwoch das Bundeskabinett. Wie erwartet sinkt der Rentenbeitrag wegen der guten Konjunktur und hoher Beitragseinnahmen der Rentenversicherer um 0,1 Prozentpunkte auf 18,6 Prozent. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Bundesvorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung, Alexander Gunkel, eine Beitragssenkung für möglich und richtig gehalten. Auch die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach, hatte in einem Interview erklärt, es spreche vieles dafür, den Beitragssatz abzusenken.

Zudem verabschiedete das Kabinett den Rentenversicherungsbericht 2017. Dem Bericht zufolge könnten die Renten zum 1. Juli 2018 um 3,09 Prozent im Westen sowie 3,23 Prozent im Osten steigen. Allerdings sind die der Prognose zugrunde liegenden Daten teilweise vorläufig und werden sich bis zum März kommenden Jahres wahrscheinlich noch ändern. Für einen sogenannten Standardrentner, der 45 Jahre lang durchschnittlich verdient und Rentenbeiträge gezahlt hat, würde die Erhöhung etwa 43 Euro mehr pro Monat bedeuten.

Der Rentenversicherungsbericht geht auch auf die Auswirkungen der Niedrigzinspolitik für die Rentenrücklage ein. Demnach müssen die 16 die gesetzlichen Rentenversicherer in diesem Jahr erstmals Strafzinsen auf ihr derzeit rund 30 Milliarden Euro umfassendes Guthaben zahlen. Für 2017 rechne die Rentenversicherung mit einem Minus von zehn Millionen Euro, im kommenden Jahr könnte sich der Verlust auf 50 Millionen Euro ausweiten, heißt es.

Mehr zum Thema:

www.bmas.de

Link zur Beitragssatzverordnung 2018 (im pdf-Format)

www.bmas.de

Link zum Rentenversicherungsbericht 2017 (im pdf-Format)

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Autor

Stefan Thissen