Rente / 06.04.2018

Rentenbescheide werden prägnanter

Bisher umfassten Rentenbescheide bis zu 21 Anlagen. Die neuen Dokumente werden kürzer und leichter verständlich.

Oldenburg/Bad Homburg (drv). Bereits seit 2015 arbeitet die Deutsche Rentenversicherung an der Überarbeitung der Rentenbescheide. Seitdem wurden die Anlagen zum Rentenbescheid verbalisiert und zusammengefasst, ein kommentiertes Inhaltsverzeichnis eingeführt und erste textliche Änderungen vorgenommen. Der Rentenbescheid setzt sich aus bis zu 10.000 verschiedenen Textbausteinen zusammen. Für jede denkbare Fallgestaltung gibt es eine eigene Textvorlage. Vor dem Hintergrund, dass alle Bausteine sprachlich und inhaltlich überarbeitet werden mussten, wird der Umfang des Modernisierungsprojektes deutlich. Endgültig abgeschlossen sein soll die Überarbeitung der Rentenbewilligungsbescheide im nächsten Jahr. 

Verständlicher und schlanker

Bescheide bewegen sich häufig auf einem schmalen Grat zwischen juristisch korrekten und auch für Laien verständlichen Formulierungen. Die Vereinfachung der Texte wurde deshalb durch Sprachberater des Instituts für Verwaltungskommunikation (InVK) bei der Verwaltungshochschule in Speyer begleitet. Nach der Überarbeitung entsprechen die Bescheide nun deutlich besser den Anforderungen der Kunden.

Der neue Rentenbescheid ist nicht nur verständlicher, sondern auch deutlich kürzer. Allein der Basisbescheid umfasste bislang 18 Seiten. Seit Ende März sind es nur noch zwölf Seiten. Zudem sind Anlagen zur Berechnung der Rente weggefallen, die für Laien häufig nicht nachvollziehbar waren. An die Stelle der Berechnungen treten verständliche Erläuterungen. Wer eine der alten Anlagen - wie beispielsweise die Anlage „Entgeltpunkte für Beitragszeiten“ - dennoch benötigt, kann sie schnell und unbürokratisch bei der Rentenversicherung anfordern.

Mehr zum Thema:

www.deutsche-rentenversicherung.de

Link zu weiteren Informationen der Deutschen Rentenversicherung zu den neuen Rentenbescheiden 

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 Deutsche Rentenversicherung