Rente / 24.01.2018

Renteninformation ist sehr bekannt

Studie: Mehr als 90 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wissen über die Höhe ihrer Rentenansprüche Bescheid.

Berlin/Bad Homburg (sth). Die Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung bleibt das bekannteste Informationsschreiben zum Stand eigener Altersvorsorgeansprüche. Bei einer Umfrage unter knapp 11.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Jahr 2015 gaben 88 Prozent der 25- bis 64-jährigen Versicherten an, das jährliche Schreiben ihres Rentenversicherungsträger zu kennen. Schließt man aus dieser Personengruppe diejenigen aus, die wegen zu niedrigen Alters oder zu geringen Beitragszeiten noch keine Renteninformation erhalten haben konnten, "steigen die Anteile sogar auf 92 Prozent (Erhalt) bzw. 87 Prozent Verfügbarkeit", heißt es in der vom Bundessozialministerium (BMAS) in Auftrag gegebenen Studie "Verbreitung der Altersvorsorge". Die Ergebnisse der Studie waren erst im vergangenen Jahr veröffentlicht worden (siehe Link unten).

Mit diesem Bekanntheitsgrad rangiert die Renteninfomation weiter vor ähnlichen Schreiben der Anbieter anderer Altersvorsorgeprodukte, etwa der Riester-Rente oder betrieblicher Altersvorsorge. Diese sind der Studie zufolge im Durchschnitt bei 85 Prozent (Riester-Rente) oder 73 Prozent (Betriebliche Altersvorsorge – ohne Zusatzversorgung des öffentlichen Diensts) der Befragten bekannt. Die Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung wird jährlich an mehr als 30 Millionen rentenversicherte Beschäftigte und Selbstständige ab dem 27. Lebensjahr versandt.

Über 90 Prozent der Versicherten ab 35 kennen die "Renteninfo"

Bei 87 Prozent der Befragten zwischen 35 und 45 Jahren ist der BMAS-Studie zufolge die Renteninformation nicht nur bekannt, sondern auch verfügbar. Mit steigendem Alter steigt dieser Wert noch weiter an. Bei den über 45-Jährigen wissen 93 Prozent jederzeit, wie es um ihre Rentenansprüche steht, bei den über 55-Jährigen sind es 96 Prozent. Allerdings zeigt sich – wie auch im Bereich der zusätzlichen Altersvorsorge –, dass von ausländischen Beschäftigten mit nur 60 Prozent deutlich weniger Menschen um die Höhe ihrer späteren Rente Bescheid wissen.

Auch mit Blick auf die Übersichtlichkeit und die Verständlichkeit der Vorsorgeschreiben schneidet die Renteninformation am besten ab. "62 Prozent der Personen, die schon einmal eine Renteninformation erhalten haben, bewerten die Übersichtlichkeit dieses Schreibens mit ,trifft (voll) zu'", schreiben die Autoren der Studie. 55 Prozent der Befragten sahen die Renteninformation auch als sehr oder ganz überwiegend verständlich an. Wenig überraschend stellte das für die Studie verantwortliche Wissenschaftler-Team zudem fest, dass die Informationsschreiben mit zunehmendem Bildungsgrad "besser bewertet" werden.

Mehr zum Thema:

www.bmas.de

Link zur Studie "Verbreitung der Altersvorsorge 2015", erstellt im Auftrag des BMAS

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Autor

Stefan Thissen