Rente / 07.06.2018

Rentenkommission im Dialog

Experten kündigen Bericht bis März 2020 an und planen verschieden Dialog-Formate mit Anbietern von Altersvorsorge.

Berlin (dpa/mjj) Die Rentenkommission der Bundesregierung hat nach ihrer ersten Sitzung einen Abschlussbericht für März 2020 angekündigt. Zunächst seien am Mittwoch die Form der Zusammenarbeit und die Arbeitsplanung beschlossen worden, teilte die Kommission nach einer konstituierenden Sitzung schriftlich mit.

Alle Beteiligten in den Dialog einbeziehen

Vorgesehen seien verschiedene Formate von Dialogen, Fachgesprächen und Fachtagungen. Im Sommer sollten die ersten dieser Gespräche stattfinden – mit Sozialverbänden, Wohlfahrtsverbänden sowie Einrichtungen zur Altersvorsorge, etwa Pensionskassen und Unterstützungskassen.

Wissenschaftliche Institute sollen Studienaufträge erhalten, ein Symposium ist für 2019 geplant. „Mit dieser Vorgehensweise wollen wir sicherstellen, dass wir möglichst alle Beteiligten in den Dialog einbeziehen und gemeinsam erarbeiten, welche Anforderungen an einen verlässlichen Generationenvertrag zu stellen sind“, so Gabriele Lösekrug-Möller.

Wie ist das Rentensystem nach 2025 zu finanzieren?

Karl Schiewerling betonte: „Wichtig ist uns hierbei, dass wir die langfristige Finanzierbarkeit der Alterssicherung berücksichtigen, das System flexibel und stabil für neue Herausforderungen halten und stets ein angemessenes Einkommen im Alter sicherstellen.“

Dass die Ergebnisse des Beratungsgremiums bis 2020 vorliegen sollen, hatten Union und SPD bereits im Koalitionsvertrag vereinbart. Die Kommission soll Möglichkeiten zur Sicherung der Rente nach 2025 aufzeigen.

Hintergrund: Künftig wird es deutlich weniger Beitragszahler, aber mehr Rentner und längere Rentenbezugszeiten geben. Denn in den kommenden Jahren geht die Generation der Babyboomer schrittweise in Rente, zugleich werden die Menschen immer älter.

Die Rentenkommission soll Lösungen erarbeiten, wie das Rentensystem gestaltet und finanziert werden kann. Das Gremium besteht aus Vertretern der Sozialpartner, der Politik und der Wissenschaft.

Autor

 Deutsche Presseagentur