Gesundheit / 31.05.2021

Rentenversicherung bietet Anschlussrehabilitation bei Post-Covid

Wer von Corona genesen ist, ist nicht unbedingt gesund. Eine Anschlussrehabilitation (AHB) der Deutschen Rentenversicherung kann helfen.

Rentenversicherung bietet Anschlussrehabilitation bei Post-Covid. – Physiotherapeutin arbeitet mit älterem Patienten im Freien, beide tragen Mund-Nasen-Schutz.

Frankfurt am Main (drv). Viele Menschen in Deutschland, die an Covid-19 erkrankt waren, leiden noch lange unter gesundheitlichen Beschränkungen. Mediziner sprechen dann vom „Post-Covid-Syndrom“. Eine Anschlussrehabilitation (AHB) der Deutschen Rentenversicherung kann Betroffenen dabei helfen, zu Kräften zu kommen und Schritt für Schritt ihr Berufs- und Alltagsleben wieder aufzunehmen. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Hessen hin.

Versicherte, deren Erwerbsfähigkeit in Folge der Erkrankung eingeschränkt oder gefährdet ist, können eine Anschlussrehabilitation beantragen. Sie folgt unmittelbar nach einer abgeschlossenen Akutbehandlung im Krankenhaus. Die Sozialdienste der Akutkrankenhäuser unterstützen bei der Antragstellung. Alle Formulare und Informationen zur AHB gibt es unter www.deutsche-rentenversicherung-hessen.de

Reha hilft, den Weg zur alten Leistungsfähigkeit zu finden

Ingo Bevern, Leitender Arzt der Inneren Medizin/Pneumologie in der Klinik Kurhessen in Bad Sooden-Allendorf, betont, dass nach Lungenentzündungen im Rahmen einer Covid-19-Infektion, gerade auch nach Langzeitbeatmung, die Rehabilitation hilft, wieder den Weg zur alten Leistungsfähigkeit zu finden. Im Unterschied zu den nicht wegen Covid entstandenen Lungenentzündungen sind jedoch hier besonders häufig auch noch andere Organsysteme mitbetroffen und erfordern die Aufmerksamkeit der Ärzte und Therapeuten.

„Durch die Zusammenarbeit verschiedener Fachabteilungen im Reha-Team, welches seit Jahren auf Lungenerkrankungen spezialisiert ist, werden die noch bestehenden Defizite diagnostiziert, überwacht und mit verschiedenen Therapieansätzen behandelt,“ so der Lungenarzt.

In Zusammenarbeit mit der Abteilung für Psychosomatik der benachbarten Werra Klinik der Deutschen Rentenversicherung Bund, die auch Kooperationsklinik der Klinik Kurhessen ist, werden Rehabilitanden nach einer Infektion mit Sars CoV 2 in Zukunft auch psychotherapeutisch betreut werden können. Begleiterkrankungen, wie Angst, Depression, Erschöpfung und kognitive Störungen, können so schneller diagnostiziert und mitbehandelt werden.

Autor

 Deutsche Rentenversicherung Hessen