Rente / 14.08.2020

Rentenversicherung: Einnahmen stabil auf hohem Niveau

Im Juni und im Juli flossen jeweils mehr als 21 Milliarden Euro Beiträge auf die Konten der Rentenversicherer. Auch die Rücklage bleibt hoch.

Bild zum Beitrag "Rentenversicherung: Einnahmen stabil auf hohem Niveau". Das Foto zeigt viele Geldscheine.

Berlin (sth). Wenn es nach den Beitragseinnahmen der Rentenversicherung geht, scheint sich die deutsche Wirtschaft trotz anhaltender Corona-Probleme auf Erholungskurs zu befinden. Laut aktuellen Daten der Deutschen Rentenversicherung flossen im Juli fast 21,2 Milliarden Euro auf die Konten der 16 gesetzlichen Rententräger. Das waren trotz des Sommermonats nur 200 Euro Millionen Euro weniger als im Juni und fast 800 Millionen Euro mehr als im Juli 2019. Nach den beiden Krisenmonaten März und April lagen die Beitragseinnahmen damit zum dritten Mal in Folge im Bereich von rund 21 Milliarden Euro.

Bemerkenswert ist vor allem die Entwicklung der Pflichtbeitragszahlungen von Unternehmen und Beschäftigten. Nach einem starken Rückgang im dritten und vierten Monat dieses Jahres kletterten die Beiträge in den Folgemonaten gegenüber dem April wieder um jeweils etwa zwei Milliarden Euro. Über die ersten sieben Monate des Jahres betrachtet waren die Zuflüsse an die Rentenversicherung bereits um fast 2,5 Milliarden Euro höher als im Vorjahr.

Auch das Finanzpolster der Rentenversicherung ist weiterhin auf hohem Niveau stabil. Ende Juli lagen knapp 36,8 Milliarden Euro auf den Konten der Rentenversicherer – etwa 500 Millionen Euro weniger als im Juni, aber ähnlich viel wie in den Monaten davor. Dadurch sank die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage nur geringfügig auf aktuell 1,56 Monatsausgaben. Aufgrund der stabilen Entwicklung in den Kassen hatte Rentenversicherungs-Chefin Gundula Roßbach kürzlich angekündigt, dass der Beitragssatz zur Rentenversicherung voraussichtlich bis 2022 bei 18,6 Prozent stabil bleiben könne.  

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Autor

Stefan Thissen