Rente / 22.07.2021

„Rentenversicherung hat Krisenfestigkeit erneut bewiesen“

Bei der Vertreterversammlung der DRV Nordbayern blicken die Delegierten auf die Auswirkungen der Pandemie und auf die Umsetzung der Grundrente.

Das Bild zeigt Dr. Jutta Schmitz-Kießler, Universität Duisburg-Essen

Dr. Jutta Schmitz-Kießler, Universität Duisburg-Essen

Bayreuth (drv/sth). Ein Vortrag der Sozialforscherin Jutta Schmitz-Kießler von der Universität Duisburg-Essen zur Frage „Erwerbstätigkeit trotz Rente?“ bildete den inhaltlichen Schwerpunkt bei der jüngsten Sitzung der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Nordbayern in Bayreuth. Dabei skizzierte die Wissenschaftlerin die Möglichkeit zur Weiterarbeit über die Regelaltersgrenze hinaus, beleuchtete aber auch das Problem, dass nicht wenige Rentnerinnen und Rentner im Alter aus finanzieller Not auf zusätzliche Erwerbseinkünfte neben der Rente angewiesen sind.

Auf das Thema Finanzen ging auch Michael Bischof, Vorstandsvorsitzender des fränkischen Rentenversicherers, im Rahmen seiner Rede ein. Zwar habe die Corona-Krise hat bei der gesetzlichen Rentenversicherung mit Blick auf die Beitragseinnahmen Einschnitte gebracht und Spuren hinterlassen. Dennoch seien diese Einschnitte „erfreulicherweise weniger heftig ausgefallen als ursprünglich befürchtet und prognostiziert“, sagte Bischof. Die Rentenversicherung habe damit „einmal mehr unter Beweis gestellt, dass sie krisensicher ist und auf einem soliden Fundament steht“.

Bischof kam in diesem Zusammenhang auch auf den Grundrentenzuschlag zu sprechen. „Dies ist ein weiterer, von der Rentenversicherung zu finanzierender Anspruch – und zwar erheblichen Ausmaßes“ erläuterte der Vorstandsvorsitzende. Gleichzeitig bedankte er sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DRV Nordbayern für deren Einsatz und die geleistete Mehrarbeit in dieser Sache.

Wandel im Beratungsgeschäft

Werner Krempl, Geschäftsführer der DRV Nordbayern, äußerte sich positiv zu dem pandemiebedingten Wandel im Beratungsgeschäft. „Für den Bereich Auskunft und Beratung kann ich sagen, dass wir durch Telefonberatung und die Online-Dienste dauerhaft neue Zugangskanäle für unsere Kunden eingerichtet haben. Wir waren trotz der angespannten Situation immer für unsere Versicherten erreichbar“, erklärte Krempl.

Darüber hinaus verwies der Chef des Rentenversicherers darauf, dass die Rehakliniken „trotz der Krise zufriedenstellende Belegungszahlen vorweisen“ könnten und gut auf die Behandlung der Langzeitfolgen nach einer Coronaerkrankung eingestellt seien. „Durch die vorgehaltenen umfassenden Indikationsspektren in unseren Kliniken kann ein Großteil der Begleiterkrankungen gut therapiert werden“, sagte Krempl. So gebe es für viele Funktionsstörungen, die Corona auslöst, bereits Konzepte. „Diese beruhen auf Therapieerfahrungen mit anderen, sehr ähnlichen Erkrankungen. Sie werden nun auch für Covid-Patienten genutzt und stetig an neue Erkenntnisse angepasst“, erklärte Krempl.

Autorenbild

Autor

Stefan Thissen