Rente / 27.06.2019

Rentenversicherung setzt auf stabile Entwicklung

Bundesvorstandsvorsitzende Buntenbach: Einführung der gesetzlichen Rente vor 130 Jahren war ein Meilenstein für die soziale Sicherung.

Bild zum Beitrag "Rentenversicherung setzt auf stabile Entwicklung". Das Bild zeigt Annelie Buntenbach, alternierende Bundesvorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung.

Annelie Buntenbach, Mitglied des geschäftsführenden DGB-Bundesvorstands. Foto: DGB/Simone M. Neumann

Berlin (dpa/sth). In der Diskussion um die Zukunft der Rente hat die Deutsche Rentenversicherung vor Überlastungen durch zusätzliche Ausgaben gewarnt. "Damit sich die Rentenversicherung weiterhin so positiv entwickelt, darf sie zukünftig nicht mit neuen Leistungen belastet werden, die nicht sachgerecht finanziert sind", sagte die alternierende Vorsitzende des Bundesvorstandes, Annelie Buntenbach, vor der am Donnerstag in Bochum tagenden Bundesvertreterversammlung. Dazu verwies sie auf die zusätzliche Mütterrente, die noch immer mit Beitragsmitteln finanziert werde. Die Honorierung von Kindererziehung sei aber eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die daher auch voll aus Steuermitteln finanziert werden sollte.

"Grundstein für den sozialen Frieden in unserem Land"

Buntenbach hob anlässlich des 130-jährigen Bestehens der gesetzlichen Rente hervor, dass die Einführung ein Meilenstein für die soziale Sicherung gewesen sei. "Mit ihr wurde der Grundstein für den sozialen Frieden in unserem Land gelegt." Die Rentenversicherung habe sich seitdem als stabil und anpassungsfähig erwiesen. Auch aktuell sei die Lage stabil. Nach einem deutlichen Plus im vergangenen Jahr dürften die Einnahmen nach vorläufigen Schätzungen auch Ende 2019 höher ausfallen als die Ausgaben, sagte der zweite alternierende Vorsitzende, Alexander Gunkel.

Das "Invaliditäts- und Altersversicherungsgesetz" war im Juni 1889 als Teil eines größeren Gesetzesvorhabens verkündet worden. Die damit eingeführte gesetzliche Rente ist auch aktuell die tragende Säule der Absicherung fürs Alter. Fast drei Viertel aller Leistungen dafür stammen daraus. Laut Rentenversicherung bekommen derzeit 90 Prozent der über 65-Jährigen in Deutschland eine gesetzliche Rente.

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Autor

 Deutsche Presseagentur