Rente / 06.09.2017

Rentenversicherung stärken

Paritätischer Wohlfahrtsverband fordert Reform der Alterssicherung

Berlin (ots/kma). Der Paritätische Wohlfahrtsverband fordert einen grundlegenden Kurswechsel in der Alterssicherungspolitik nach der Bundestagswahl. Dazu hat der Verband ein Elf-Punkte-Programm mit einem umfassenden Reformkonzept vorgelegt. Kernforderung des Konzeptes: die Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung.

„Wir fordern die Einbindung aller Erwerbstätigen, eine Anhebung des Rentenniveaus auf 53 Prozent sowie die faktische Abschaffung der Riester-Rente“, betont der Verbandsvorsitzende Rolf Rosenbrock. Wenn das Rentenniveau weiter sinke, seien alle anderen Maßnahmen zur Bekämpfung der Altersarmut nur  Kosmetik. Selbst wer über 40 Jahre durchschnittlich 2.300 Euro Brutto verdient und Rentenbeiträge einbezahlt habe, habe laut Paritätischer Forschungsstelle bei einem Rentenniveau von aktuell 47,7 Prozent eine Rente kaum noch oberhalb des Grundsicherungsniveaus zu erwarten.

Der Verband schlägt in seinem Konzept insgesamt elf konkrete Maßnahmen vor. Die Spannweite der Vorschläge reicht von einer deutlichen Erhöhung des Mindestlohns über die Anhebung des Rentenniveaus auf 53 Prozent bis zur Reform der Altersgrundsicherung mit einer bedarfsgerechten Erhöhung der Regelsätze.

Weitere Informationen

  • www.paritaet.org
    Link zur Publikation „Mut zur Korrektur: ein alterssicherungspolitischer Auftrag“ auf der Internetseite des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes