Rente / 29.07.2020

Rentenversicherung zahlt fast 26 Millionen Renten

18,35 Millionen Renten fließen aus Altersgründen, 1,8 Millionen wegen Erwerbsminderung und 5,6 Millionen an Hinterbliebene auf Rentnerkonten.

Bild zum Beitrag "Rentenversicherung zahlt fast 26 Millionen Renten". Das Bild zeigt das Logo der Deutschen Rentenversicherung.

Berlin (sth). Immer mehr Menschen in Deutschland und im Ausland erhalten eine Rente von der Deutschen Rentenversicherung (DRV). Nach den am Dienstag in Berlin veröffentlichten neuen Rentenbestandsdaten kassierten die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner im vergangenen Jahr 25,8 Millionen gesetzliche Ruhestands-, Erwerbsminderungs- oder Hinterblienenenbezüge. Das waren gut 100.000 Renten mehr als 2018 und rund 800.000 Renten mehr als 2010. Während die Zahl der Hinterbliebenen- und der Erwerbsminderungsrenten mit rund 5,6 Millionen und 1,8 Millionen gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert blieb, stieg die Zahl der Altersrenten um mehr als 100.000 auf gut 18,35 Millionen.

Auch die Höhe der gezahlten Renten stieg dank der letztjährigen Rentenanpassung deutlich. Im Schnitt bekamen die Altersrentner*innen monatlich 954 Euro ausgezahlt, das waren fast 50 Euro mehr als im Vorjahr. Auch die Zahlungen an die 1,8 Millionen Erwerbsgeminderten kletterten aufgrund der zurückliegenden Rentensteigerung und der mehrfachen Verbesserungen für neu Erwerbsgeminderte um durchschnittlich 40 Euro auf jetzt 835 Euro. Deutlich weniger profitierten im Mittel die Witwen, Witwer und Waisen. Ihre Bezüge wuchsen monatlich netto um 20 Euro auf 612 Euro.  

"Rente mit 63" ist Gewinner unter den Altersrenten

Der seit Jahren zu beobachtende Boom der sogenannten Rente mit 63 bei Neurentner*innen – für die Versicherte des Jahrgangs 1957 bereits wieder bis zum Alter von 63 Jahren und zehn Monaten arbeiten müssen – schlägt sich auch immer mehr im Rentenbestand nieder. Den neuen DRV-Daten zufolge erhalten inzwischen 1,4 Millionen Frauen und Männer die "Altersrente für besonders langjährig Versicherte". Die mehr als 800.000 Männer unter den Beziehern einer vorzeitigen abschlagsfreien Rente kassierten im vergangenen Jahr im Schnitt 1.504 Euro netto, knapp 600.000 Frauen mit 45 Beitragsjahren bekamen durchschnittlich 1.176 Euro überwiesen.

Einen Zuwachs um rund 84.000 auf 2,03 Millionen verzeichneten die Rentenversicherungs-Statistiker auch bei den "Altersrenten für langjährig Versicherte". Diese Rente kommt für Beschäftigte infrage, die in ihrem Leben insgesamt 35 Versicherungsjahre erreicht haben – zu denen neben Erwerbs- und Erziehungszeiten auch Zeiten der (heute nicht mehr bewerteten) Schul- und Hochschulausbildung zählen. Die anderen Altersrenten-Arten – etwa für Frauen, für Arbeitslose und Arbeitnehmer nach Altersteilzeit sowie schwerbehinderte Menschen – haben inzwischen eine stagnierende oder rückläufige Bedeutung.      

Mehr zum Thema:

https://statistik-rente.de/drv/ > Rente > Rentenbestand

Pfad zu den Rentenbestandsdaten 2019 der Deutschen Rentenversicherung 

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Autor

Stefan Thissen