Rente / 19.10.2018

Rentner erhalten Bezüge immer länger

Rentenversicherung: Senioren erhielten ihre Rente im Jahr 2017 im Schnitt vier Jahre länger als 1997.

Berlin/Bad Homburg (drv/sth). Gesetzlich rentenversicherte Beschäftigte und Selbstständige beziehen im Alter oder nach Erwerbsminderung immer länger ihre Rente. Die durchschnittliche Rentenbezugsdauer bei den Versichertenrenten (Alters- und Erwerbsminderungsrenten, d. Red.) ist nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung in den letzten 20 Jahren deutlich gestiegen. Lag die Bezugsdauer im Jahr 1997 noch bei 15,9 Jahren, ist sie im Jahr 2017 um vier auf 19,9 Jahre gestiegen.

Bei den Männern gab es demnach einen Anstieg von 13,5 Jahren in 1997 auf 17,9 Jahre im vergangenen Jahr, bei den Frauen von 18,5 Jahren auf 21,8 Jahre. 2016 lag die durchschnittliche Bezugsdauer bei den Männern bei 17,6 Jahren, bei den Frauen bei 21,6 Jahren. Grund für die Entwicklung ist vor allem die in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegene Lebenserwartung.

Trotz des deutlichen Anstiegs der Rentenbezugsdauer und den damit verbundenen Mehrausgaben ist der Beitragssatz in der Rentenversicherung in den letzten 20 Jahren von 20,3 Prozent auf 18,6 Prozent gesunken. Gleichzeitig sind die Renten in diesem Zeitraum um rund 28 Prozent gestiegen. "Das macht die Anpassungsfähigkeit der umlagefinanzierten Rentenversicherung deutlich", heißt es in einer Mitteilung der Rentenversicherung. Sie setze sich weiterhin dafür ein, dass "das Rentensystem auch künftig an den sich verändernden Rahmenbedingungen ausgerichtet wird und es leistungsfähig und stabil bleibt".