Rente / 22.02.2019

"Rentner seltener arm als der Durchschnitt"

Andreas Schwarz, Geschäftsführer der DRV Baden-Württemberg, plädiert für eine langfristig orientierte Rentenpolitik und ein flexibles Rentenalter.

Andreas Schwarz, Geschäftsführung DRV Baden-Württemberg. – Bild: wdv © Jan Lauer

Freiburg (sth). Vor einer Dramatisierung der Gefahr von Altersarmut hat der Chef der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Baden-Württemberg, Andreas Schwarz, gewarnt. In einem Interview der "Badischen Zeitung" verwies der Geschäftsführer des zweitgrößten deutschen Rentenversicherers zudem auf Forderungen aus der Bevölkerung, in der Rentenpolitik über den Horizont des Jahres 2025 hinauszudenken. Bis 2025 reichen die im Herbst vergangenen Jahres gesetzlich beschlossenen vorläufigen Haltelinien für das Rentenniveau (mindestens 48 Prozent, d. Red.) und den Rentenbeitragssatz (höchstens 20 Prozent).

Ausdrücklich plädierte der südwestdeutsche Rentenexperte dafür, die Möglichkeiten des 2017 in Kraft getretenen Flexirentengesetzes stärker zu nutzen. Dabei gehe es nicht darum, das Rentenalter generell deutlich zu erhöhen, stellte Schwarz klar. Velmehr müsse man "bei der gewonnenen zusätzlichen Lebenszeit das richtige Maß zwischen Arbeit und Ruhestand" finden. Mit der Flexirente lasse sich ein "fließender Übergang in den Ruhestand organisieren", warb Schwarz für ein "wunderbares Instrument in der Rentenversicherung".  

Mehr zum Thema:

www.badische-zeitung.de

Link zum Interview mit dem Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, Andreas Schwarz, in der "Badischen Zeitung"

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Autor

Stefan Thissen