Gesundheit / 23.10.2018

Rettung: Schlaganfall-Zentren auf dem Land

Gesundheitsministerium will verhindern, dass viele "Stroke-Units" im ländlichen Raum schließen müssen.

Berlin (dpa). Die Bundesregierung will nach einem Zeitungsbericht die Zukunft der bundesweit 320 Schlaganfall-Spezialabteilungen in Kliniken sichern. Das Gesundheitsministerium wolle per Gesetz verhindern, dass zahlreiche der sogenannten "Stroke-Units" vor allem im ländlichen Raum in Geldnot kommen und dichtmachen, schreibt die "Bild"-Zeitung (Samstag).

Dies drohte dem Bericht zufolge nach einem Urteil des Bundessozialgerichts. Weil nach einem Schlaganfall jede Minute zählt, sollte laut Urteil künftig eine strikte Zeitvorgabe gelten: Spätestens 30 Minuten nach der Diagnose sollten Patienten auf einer Schlaganfall-Station eintreffen – andernfalls sollten den Zentren die bisher hohen Sonderzulagen gestrichen werden.

Nun habe das Bundesgesundheitsministerium angeordnet, dass die 30-Minuten-Regel erst mit der Abfahrt des Rettungswagens greifen solle. Damit sei die Finanzierung der Kliniken gesichert, heißt es dem "Bild"-Bericht zufolge aus dem Ministerium.

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 Deutsche Presseagentur