Gesundheit / 30.03.2020

Rettungsschirm für Heime und Pflegedienste

Die Pflegekassen haben im Zuge der Corona-Krise nun auch umfangreiche finanzielle Mittel zugesagt. Kommt die Hilfe noch rechtzeitig?

Berlin (dpa). Die Pflegekassen haben umfassende finanzielle Unterstützung für Heime und Pflegedienste in der Corona-Krise zugesagt. „Wir haben einen Pflege-Rettungsschirm aufgespannt, der sofort hilft“, sagte der Vize-Vorstandschef des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Gernot Kiefer, der Deutschen Presse-Agentur.

Mehrkosten für Schutzausrüstung oder Personal würden voll von der Pflegeversicherung übernommen. Dies solle den 11.700 Heimen und mehr als 15.000 Pflegediensten konkret helfen, um die rund vier Millionen Pflegebedürftigen weiterhin versorgen zu können.

Risikogruppe Nummer eins: Pflegebedürftige

„Uns allen ist klar, dass die Bewohner in den Pflegeheimen und die ambulant betreuten Pflegebedürftigen besonders gefährdet sind“, sagte Kiefer. Außerdem könnten Pflegekräfte nicht auf körperliche Distanz gehen oder gar im Homeoffice arbeiten. Daher sei für sie persönliche Schutzausrüstung enorm wichtig. „Jede zusätzliche Atemmaske, jedes zusätzliche Paar Einmalhandschuhe und jede zusätzliche Flasche Desinfektionsmittel wird eins zu eins finanziert.“

Krankenhausentlastungsgesetz greift auch für Pflege

Die Zusicherungen gehen auf ein gerade beschlossenes Gesetz zurück, das auch die Kliniken vor Finanznöten wegen der besonderen Belastungen im Kampf gegen das Coronavirus schützen soll. Die Pflegeversicherung könne die Corona-bedingten Mehrkosten aufgrund ihrer Rücklagen stemmen, erläuterte der GKV-Spitzenverband, der auch die Pflegekassen vertritt.

Autor

 Deutsche Presseagentur