Finanzen / 26.11.2020

Riester-Rente: 251 Euro Zulage für jeden Vertrag

Der Staat lässt sich die private Altersvorsorge Milliarden kosten – 2017 so viel wie nie zuvor.

Wortwolke mit Begiffen zur Riester Rente auf transparentem Grund, dahinter ein Mann in weißem Hemd mit Krawatte, der mit einem Stift darauf zeigt.

Bad Homburg (iv). Die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) hat 2017 insgesamt mehr als 2,7 Milliarden Euro Zulagen für Riester-Verträge ausgezahlt. Das sind knapp ein Prozent mehr als im Vorjahr und damit Rekord. Im Schnitt hat der Staat jeden Vertrag mit rund 251 Euro bezuschusst. Das geht aus den vom Bundesfinanzministerium veröffentlichten statistischen Auswertungen zur Riester-Förderung hervor.

Etwa 10,8 Millionen Mal wurde die Grundzulage gezahlt, knapp vier Millionen Mal Kinderzulagen. Weitere 105.000 Zahlungen gingen an Berufseinsteiger. Im Schnitt flossen durchschnittlich 1009 Euro pro Jahr in einen Riester-Vertrag, Zulagen und Eigenbeträge zusammengenommen. Die höchsten Beträge landeten bei Pensionskassen und Bausparkassen.

Die Gesamtfördersumme von 2,715 Milliarden Euro verteilte sich auf knapp 11 Millionen Verträge. Da 2017 insgesamt rund 16,6 Millionen Verträge existierten, blieb jeder dritte Vertrag ohne Zulagenförderung.

Riester-Zulagen beantragen

Zulagen müssen jedes Jahr neu beantragt werden, am bequemsten mit einem Dauerzulagenantrag des Anbieters. Jeder Riester-Sparer kann sich so die Grundzulage von bis zu 175 Euro pro Jahr sichern. Für jedes seit 2008 geborene Kind gibt es weitere 300 Euro, für ältere Kinder 185 Euro. Wer jünger als 25 ist, profitiert vom Berufseinsteigerbonus: einmalig 200 Euro extra.

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Autor

Boris Dunkel