Finanzen / 23.04.2018

Riester-Rente ohne Rendite

Zeitung: DWS-Studie zur Altersvorsorge mit der Riester-Fondssparplänen sieht Rendite nur bei null bis zu einem Prozent pro Jahr. Garantien in der Diskussion.

Berlin (mjj) Nach einem Bericht der Zeitung Welt am Sonntag über eine Studie der DWS haben Riester-Renten ein Rendite-Problem: Im Auftrag der Fondstochter der Deutschen Bank analysierte das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) Riester-Fondssparpläne: "Bei zwei Dritteln der untersuchten Fällen lag die Rendite am Ende lediglich zwischen null und einem Prozent pro Jahr - bezogen auf die eingezahlte Summe, also auf Eigenbeträge und staatliche Zulagen", so die Zeitung.

Der Mittelwert habe 37.000 Euro betragen - bei eingezahlten Beiträgen von 36.000 Euro. Würde die Inflation berücksichtigt, stünde  am Ende sogar ein Verlust auf dem Papier. Das Institut rechnete mit 30 Jahren Vertragsdauer und einer Einzahlung von 100 Euro pro Monat.

Beitragsgarantien in der Diskussion

Die maue Verzinsung am Markt einerseits und die umfangreichen Garantie andererseits machen den Anbietern zu schaffen. Die Riester-Rente verfügt über eine Beitragsgarantie: Am Ende der Laufzeit müssen alle Einzahlungen der Sparer plus die staatliche Förderung bereit stehen und - eine weitere Rendite-Bremse -  in eine lebenslange Rente umgerechnet werden. 

Folglich rüttelt die Branche an starren Garantien: Frank Breiting, DWS-Leiter für den Vertrieb von Altersvorsorgeprodukten, schlägt in der Welt am Sonntag vor, dass der Kunde selber wählen solle, ob er eine Beitragsgarantie wünsche oder eben nicht.  

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Autor

Michael J. John